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02:21 16 Oktober 2019
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    Каддафи похоронили вместе с сыномIn Libyen herrschen seit der Nato-Intervention 2011 Chaos und Gewalt.

    Libyen: Wenn Gaddafi das Problem war, warum gibt‘s immer noch Mord und Zerstörung?

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    Die schlimmsten Prognosen des libyschen Ex-Staatschefs Muammar al-Gaddafi über den Ereignisablauf in dem einst seinen und anderen arabischen Ländern nach dem gewaltigen Sturz der legitimen Staatschefs werden wahr. Dies sagte sein Cousin und Leiter der „Front des nationalen Kampfs in Libyen“, Ahmed Gaddaf al-Dam im RIA Novosti-Interview.

    „Gaddafi (…) lag eine Information über die Bedrohungen für den Nahen Osten vor. Er warnte noch in den 80-er Jahren davor, das alles ist festgesetzt. Und jetzt wird alles, was er vorhersagte, leider haargenau wahr“, so al-Dam.

    Sechs Jahre nach dem „Arabischen Frühling“ hat sich Libyen nun von einem blühenden Staat in ein vom Krieg zerrissenes, isoliertes Land verwandelt, in dem Terrorgruppierungen und ehemalige Aufständische, die sich einer Waffenruhe verweigern, ihr Unwesen treiben, so Gaddafis Cousin weiter. Einst wohlhabende Bürger kämpften nun tagtäglich mit Lebensmittel-, Benzin- und Medikamentenmangel. Die neuen Chefs, die mit der Umverteilung der Macht beschäftigt seien, seien nicht in der Lage, das Land zu einigen und wiederaufzubauen.

    „Wenn das Problem bis zum Rücktritt in Gaddafi oder (dem ehemaligen irakischen Staatschef) Saddam Hussein bestand, wie sie alle behaupteten, dann bleibt die Frage, warum all diese Zerstörungen und Morde weiterhin andauern?“, ist al-Dam empört.

    Der Westen, der den inneren Konflikt in Libyen provoziert habe und weiter anfeuere, der Tod, verheerende Zerstörungen und Beleidigungen brachte, muss Gaddafis Cousin zufolge nun auch seine eigene Scharte auswetzen. „Nachdem Ex-US-Präsident Barack Obama seine Fehler eingestand, nach den Schlüssen der Kommission für äußere Angelegenheiten des britischen House of Commons, des italienischen Ex-Premiers Silvio Berlusconi, fordern wir, dass sie sich entschuldigen“, so der Politiker.

    Dabei übertrug er die volle Verantwortung für die libysche Tragödie auf die Nato und den UN-Sicherheitsrat. „Wenn man heute die politische Karte Libyens ansieht, wird es klar, dass die Nato 2011 in geeinter Front nach Libyen eindrang, und dann damit anfing, die gegeneinander kämpfenden Konfliktparteien im Osten, Westen und Süden des Landes, die sich infolge der Ereignisses vom Februar 2011 entwickelten, zu unterstützen, sie zu bewaffnen“, betonte al-Dam. Dabei habe sich der Nato-Block selbst nicht geteilt, sondern den Konflikt nur gesteuert, damit dieser nie zu Ende gehen würde.

    Libyens Staatschefs Muammar al-Gaddafi wurde am 20. Oktober 2011 von Rebellen ermordet, die von der Nato Unterstützung erhielten. Der damals im Land entstandene Bürgerkrieg wird praktisch bis heute geführt. Das Land befindet sich in einer schwierigen politischen und wirtschaftlichen Krise.   

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    Tags:
    Verantwortung, Fehler, schuld, Zerstörung, Mord, UN-Sicherheitsrat, NATO, Ahmed Gaddafi al-Dam, Muamar al-Gaddafi, Westen, Libyen