12:26 12 Juli 2020
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    Europas Flüchtlingsdeals (141)
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    Für rund 200 Italiener ist die Reise auf einer Fähre zum Albtraum geworden: Weil die Bord-Bar geschlossen wurde, ist eine Gruppe von etwa 60 nordafrikanischen, zum Teil schon abschiebebereiten Flüchtlingen regelrecht ausgeflippt und hat das Schiff in Angst und Schrecken versetzt, berichtet die italienische Zeitung „La Stampa“.

    Der Zwischenfall hat sich nach Angaben der örtlichen Polizei in der Nacht auf Dienstag auf der Fähre „Janas“ ereignet. Das Schiff befand sich auf dem Weg von Cagliari nach Neapel und hatte rund 260 Personen an Bord, darunter 60 Flüchtlinge, ein Großteil dessen, auf der Endstation angekommen, in die jeweiligen Heimatländer abgeschoben werden sollte. 

    Die ganze Nacht hindurch hätten die Migranten Alkohol konsumiert und sich laut verhalten. Als die Bar gegen Morgen geschlossen wurde, sei die Situation aus den Fugen geraten: Die alkoholisierten Migranten sollen begonnen haben, das Schiff zu verwüsten und Frauen zu belästigen. Zudem hätten sie versucht, in die Kojen der Besatzung und der Passagiere einzubrechen, und aus den nicht versperrten Räumen Wertsachen gestohlen.

    Der Schiffskapitän und die Besatzung versuchten vergebens die Lage zu beruhigen – erst, als die Fähre in dem Hafen von Neapel anlegte, konnten bereits alarmierte Polizisten die Situation in Griff bekommen, schreibt die Zeitung. Die Beamten seien außerdem gezwungen gewesen, das ganze Schiff zu durchsuchen – oft würden sich Migranten auf solchen Fähren verstecken, um der Abschiebung zu entgehen.

    „Die Wahrheit ist, dass im Laufe der Migration aus Nordafrika, die wir auch in diesen Tagen erleben, wenig gute, denkende junge Menschen hierher kommen. Vielmehr sind dies Personen, die denken, dass wenn sie schon abgeschoben werden, sie tun und lassen können, was sie wollen“,  so Luca Agati, Sprecher der unabhängigen Polizeigewerkschaft von Cagliari. „Was muss denn noch passieren, damit die Menschen verstehen, dass die Frage der Ausweisungen endgültig gelöst werden soll?“

     

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