05:43 17 August 2017
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    CNN verzerrt Daten – US-Journalist veröffentlicht kompromittierende Aufnahmen

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    Der amerikanische Journalist James O'Keefe hat auf seinem Portal Projekt Veritas 119 Stunden lange Aufzeichnungen der Gespräche von früheren und jetzigen Mitarbeitern von CNN publiziert. Demnach soll der Fernsehsender die Daten mehrerer Umfragen verzerrt haben, teilte am Freitag Associated Press mit.

    Die veröffentlichten Audiofragmente sind dem Bericht zufolge im CNN-Hauptstandort in Atlanta (US-Bundestaat Georgia) von einer anonymen Quelle im Jahr 2009 aufgenommen worden. Ein Teil davon beweise, dass der Fernsehsender Daten mehrerer Umfragen verzerrt hatte.

    „Wir wissen nicht alles, was diese Audios enthalten. Wir haben uns nur einige davon angehört", so O'Keefe.

    Der Journalist habe keine Ahnung, wieso dieses kompromittierende Material ihm erst so spät übergegeben wurde. Die Informanten seien erst vor kurzem mit ihm in Kontakt getreten. Er habe noch mehr als 100 Stunden lange Audioaufnahmen. Project Veritas habe eine Belohnung in Höhe von 10.000 US-Dollar ausgesetzt, um an Informationen zu kommen, die die Unehrlichkeit der Medien enttarnen würden, heißt es auf dem Portal des Journalisten.
    Laut O'Keefe herrscht zurzeit eine Art neue Journalismus-Ära, in der man im WikiLeaks-Stil arbeitet, bei dem Informationen enttarnt werden.

    CNN soll eine Stellungnahme zu dem Vorfall abgelehnt haben. Auf Twitter teilte O'Keefe mit, dass auch US-Präsident Donald Trump die veröffentlichen Informationen gesehen habe.

    „Ich habe gerade eine Bestätigung erhalten, dass Donald Trump (die Materialien – Anm. d. Red.) von Project Veritas über CNN gesehen und gehört hat. Er sagte: ‚Das ist so cool‘!“

     

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    Tags:
    WikiLeaks, Fake-Berichte, Project Veritas, CNN, Donald Trump, James O'Keefe, Georgia, Atlanta, USA
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