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    KGB und russische Hacker: Netz reagiert auf Oscar-Panne

    KGB und russische Hacker: Netz reagiert auf Oscar-Panne

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    Nachdem der Film „La La Land“ bei der Oscar-Verleihung am Sonntag fälschlicherweise als „Bester Film“ verkündet wurde, sucht das Netz nun auch hier eine russische Spur, wie der TV-Sender RT am Montag berichtet.

    Bei der Oscar-Zeremonie am Sonntag gab Moderator Jimmy Kimmel den Film „La La Land“ als Gewinner in der Kategorie „Bester Film“ bekannt. Seine Macher waren schon auf der Bühne für ihre Dankesreden, als sich plötzlich herausstellte, dass „Moonlight“, das Drama über einen jungen homosexuellen Afroamerikaner, der wahre Gewinner war.

    Viele ironische Beiträge über angebliche Spuren „russischer Hacker“, die von „KGB-Agenten“ unterstützt würden, folgten daraufhin unter dem Tag #Russianhackers

    ​​Nutzer sozialer Netzwerke verspotten auch den Schauspieler und Regisseur Warren Beatty: „Warren Beatty ist ein Geheimagent des eingestellten KGB, der noch für Putin und Trump arbeitet. Wir brauchen eine Kongressanhörung“, scherzte beispielsweise Twitter-User Dan.

    ​Wie Beatty selbst erklärte, stand auf dem Kärtchen im Umschlag ganz sicher „Emma Stone, La La Land“, offenbar ein Druckfehler.

    „Ich wollte keinen Spaß machen“, sagte der Schauspieler und Laureat und verweigerte weitere Kommentare.  

    Die Schauspielerin Emma Stone, die als Hauptdarstellerin einen Oscar für „La La Land“ bekommen hatte, erklärte, wie sehr ihr auch „Moonlight“ gefallen habe.

    Der falsche Umschlag gab aber Anlass für Scherze – sogar im Zusammenhang mit den letzten US-Wahlen, die Trump gewann.

    ​Scharfäugige Zuschauer stellten Fragen über die drei Umschläge, die gleichzeitig auf der Bühne waren.

    ​Einige verglichen die Oscar-Panne mit dem Vorfall beim Schönheitswettbewerb „Miss Universe 2015“, als der Moderator aus Versehen zuerst die Teilnehmerin aus Kolumbien zur Siegerin gekürt hatte. Erst als man ihr die Krone aufsetzte, entschuldigte er sich und gab zu, den Namen im Umschlag nicht richtig vorgelesen zu haben.

    ​„Russische Hacker“ waren schon mehrmals, oft scherzhaft, in verschiedenen Fällen „angeklagt“ worden. Medienberichten zufolge sollen russische Hacker auch die US-Wahlen zugunsten des jetzigen US-Präsidenten Donald Trump beeinflusst haben. Die US-Sicherheitsdienste haben jedoch nie konkrete Beweise vorlegen können.

    Unter anderen Zielen „russischer Cyber-Drohung“ wurden Großbritannien, Deutschland, Frankreich und US-Banken genannt. Russische Hacker sollen ebenfalls die letzte Folge der BBC-Serien „Sherlock“ ins Netz gestellt und die Verleihung des Friedensnobelpreises an den ukrainischen Präsidenten Petro Poroschenko verhindert haben.

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    Tags:
    Hacker, Oscar, Cyberattacken, Twitter, USA