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    А girl holds a rifle in front of women loyal to the Houthi movement taking part in a parade to show support to the movement in Sanaa, Yemen September 6, 2016

    Hungersnot treibt jemenitische Kinder in die Hände der Terroristen

    © REUTERS / Khaled Abdullah
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    Zaid al Aliya, Sprecher des UN-Amtes für die Koordinierung humanitärer Angelegenheiten, hat in einem Sputnik-Gespräch Gründe für die Ausbreitung von Hungersnöten in arabischen und afrikanischen Ländern und das Gelangen von Kindern in die Hände der Terroristen genannt. Dabei berief er sich auf den jüngsten Bericht des UN-Welternährungsprogramms.

    „Die Ursachen von Hunger in den verschiedenen Ländern sind unterschiedlich. Im Sudan und in Nigeria ist er auf häufige Dürren und das Klima zurückzuführen. Im Jemen ist der im März 2015 ausgebrochene Konflikt daran schuld“, so al Aliya.

    „Laut den jüngsten UN-Angaben sind rund 450.000 Kinder von Hungersnot bedroht. Wir haben schreckliche Zahlen: 17 Millionen Jemeniten brauchen irgendetwas dringend. So sind 14 Millionen Jemeniten unterernährt, wobei 50 Prozent von ihnen direkt hungern, das heißt, sie wissen nicht, wann sie zum nächsten Mal essen können“, sagte der UN-Vertreter.

    „Der Hunger verursacht die meisten Probleme. Alle wissen, dass ein Mann, der seine Familie nicht erhalten kann, ein Verbrechen oder kriminelle Taten begehen könnte. Zudem fördert dies die Ausbreitung von Krankheiten und die Beteiligung von Kindern an Terrororganisationen“.

    Seit 2014 dauert in Jemen ein Konflikt zwischen den schiitischen Huthi-Rebellen und Anhängern von Ex-Präsident Ali Abdallah Saleh auf der einen und den Präsident Abed Rabbo Mansur Hadi treuen Regierungstruppen und Aufständischen auf der anderen Seite an. Die arabische Koalition unterstützt die Regierungstruppen auf dem Boden und in der Luft. Im Gegenzug beschießen die Huthi-Rebellen ständig an der Grenze liegende Regionen des Königreiches.

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    Tags:
    Ursachen, Kinder, Terroristen, Hungersnot, UN-Amt für die Koordinierung humanitärer Angelegenheiten, UN-Welternährungsprogramm, Abed Rabbo Mansur Hadi, Ali Abdallah Saleh, Zaid al Aliya, Nigeria, Sudan, Jemen