03:56 06 Dezember 2019
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    Flüchtlinge im sogenannten Dschungel von Calais (Archivbild)

    Calais: Bürgermeisterin stoppt Essensausgabe an Flüchtlinge

    © AFP 2019 / PHILIPPE HUGUEN
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    Die Bürgermeisterin von Calais, wo sich früher die berüchtigte provisorische Zeltstadt „Dschungel“ befand, hat nun auch verboten, Essen an Flüchtlinge zu verteilen, wie die Zeitung „Le Monde“ berichtet.

    Dem Blatt zufolge unterzeichnete Natacha Bouchart am Donnerstag nach dem Besuch des Innenministers Bruno Le Roux eine entsprechende Anordnung.

    Auch nach der Auflösung und dem Abriss des Migrantenlagers im November 2016 halten sich in Calais noch immer Hunderte Flüchtlinge auf, die bislang Essen von örtlichen Hilfsorganisationen bekamen.

    Mit der neuen Anordnung will Bouchart nun vermeiden, dass neue provisorische „Dschungel“ entstehen. Le Roux unterstützte der Zeitung zufolge diese Initiative. Rechtlich wurde die Anordnung mit dem Verbot für Menschenversammlung in der Stadt begründet.

    In dem illegalen Flüchtlingscamp in der Hafenstadt im Norden Frankreichs bis Ende Oktober 2016 hatten etwa 7000 bis 10.000 Migranten, darunter rund 1000 unbegleitete Minderjährige, gelebt. Sie wollten per Fähre oder durch den Eurotunnel weiter nach Großbritannien ziehen. Am 24. Oktober hatte die örtliche Polizei mit der Räumung des Lagers begonnen und schließlich insgesamt rund 5500 Menschen aus dem Camp gebracht. 

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    Tags:
    Dschungelcamp, Unterzeichnung, Verbot, Essen, Migranten, Natacha Bouchart, Calais