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    Der Morgen nach dem Lkw-Anschlag auf einen Berliner Weihnachtsmarkt

    Lkw-Anschlag in Berlin: Verletztenzahl deutlich über ursprünglich genannter

    © REUTERS/ Fabrizio Bensch
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    Lkw-Anschlag auf Berliner Weihnachtsmarkt (111)
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    Auf Antrag aller Fraktionen hat Polizeipräsident Klaus Kandt am Montag im Innenausschuss eine Gesamtzahl von 65 Opfern des Terroranschlag auf den Berliner Weihnachtsmarkt genannt, was um 15 Menschen über den ursprünglichen Angaben liegt, schreibt die Berliner Zeitung.

    Außerdem teilte Innensenator Andreas Geisel (SPD) zum Stand der Ermittlungen mit, dass der Verdacht über Hintermänner oder Anstifter, die hinter dem Attentäter Anis Amri gestanden haben könnten, sich bisher nicht bestätigt habe. 

    Amri war 2015 mit dem Flüchtlingsstrom nach Deutschland gelangt. Im Land nutzte der Attentäter von Berlin insgesamt 14 verschiedenen Namen. Im November 2015 erfuhren die Geheimdienste zum ersten Mal von den terroristischen Ansichten Amris. Einen Monat später war ihnen bereits bekannt, dass er wohl einen Anschlag in Deutschland verüben wolle und dazu im Internet bereits nach Selbstbauanleitungen für Bomben gesucht haben soll.

    Im Februar 2016 wurde er auf die Liste der radikalen Islamisten gesetzt, nachdem die Geheimdienste sieben Beratungen durchführten, bei denen sie die Sache Amris detailliert erörterten. Die letzte Sitzung fand im November, einen Monat vor dem Anschlag, statt.

    Anis Amri hatte am 19. Dezember in Berlin mit einem gestohlenen Lastwagen zwölf Menschen getötet und, wie damals gemeldet wurde, über 50 schwer verletzt. Mehrere Tage später wurde er in Mailand von einer Polizeistreife erschossen.

    Themen:
    Lkw-Anschlag auf Berliner Weihnachtsmarkt (111)
    Tags:
    Terrorismus, Anschlag, Attentat, Terrormiliz Daesh, Anis Amri, Berlin, Deutschland
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