00:01 20 Januar 2020
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    Integration und Entwicklung der Krim-Region (294)
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    Die Republik Krim hat den Zwangsrückkauf von zwei ukrainischen Betrieben beschlossen, wie der Vizeminister für Industriepolitik der Republik, Boris Kabakow, am Dienstag mitteilte. Eine diesbezügliche Anordnung habe der Ministerrat der Krim unterzeichnet.

    Konkret soll es sich bei den zwei Betrieben um das Weichenwerk Kertsch und das Hüttenkombinat Kertsch handeln.

    „Gleichzeitig wurde entschieden, das Hüttenwerk Kertsch zu gründen, dem das erworbene Eigentum der genannten Betriebe angehören wird. Auf Beschluss des Ministeriums für Industriepolitik wird in den Betrieben eine provisorische Verwaltung tätig sein, die aber nicht für die Leitung der Werke, sondern für deren Besitz zuständig sein wird. Die Verwaltung wird sich mit der Inventarisierung des Eigentums und dessen Bewertung befassen“, so der Vizeminister.

    Das Weichenwerk Kertsch wurde ihm zufolge in Kiew registriert, das Hüttenkombinat Kertsch in Krywyj Rih im ukrainischen Gebiet Dnipropetrowsk.

    Darüber hinaus nannte Kabakow jedoch weder den Besitzer der Werke noch deren Gesamtkosten. Eine Regierungsquelle teilte aber Journalisten mit, dass die beiden Werke dem ukrainischen Milliardär Rinat Achmetow gehören könnten.

    Zuvor waren auf der Krim auf Parlamentsbeschluss bereits zwei Betriebe von Achmetow – die Krim-Filiale des Telekommunikationskonzerns „Ukrtelekom“ und des Stromversogers „Krimenergo“ – verstaatlicht worden.   

    Das Weichenwerk Kertsch produziert Weichenanlagen. Das Hüttenkombinats Kertsch spezialisiert sich unter anderem auf Gussarbeiten sowie die Produktion von Emaillegeschirr.

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    Tags:
    Zwangsrückkauf, Weichenwerk Kertsch, Hüttenkombinats Kertsch, Krimenergo, Ukrtelekom, Rinat Achmetow, Boris Kabakow, Ukraine, Krim