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05:41 19 August 2019
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    Ein Tunnel unter dem Ksiaz-Schloss in Walbrzych

    Suche nach Nazi-Goldzug in Polen geht im Frühjahr weiter

    © AP Photo /
    Panorama
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    Trotz der bisherigen Misserfolge wollen die Hobbyforscher, die in Polen nach dem Panzerzug mit Nazi-Gold suchen, ihre Arbeit im Frühjahr fortsetzen, wie der polnische Radiosender Wroslaw am Dienstag berichtet.

    Die Forscher wendeten sich demnach an Wissenschaftler, die den möglichen Standort des Goldzuges mit Radaren untersuchen könnten. Nun sollen die Behörden eine entsprechende Genehmigung erteilen.

    Im August 2016  hatte das Hobbyforscherteam um Piotr Koper (Polen) und Andreas Richter (Deutschland) drei tiefe Gruben gegraben, dabei aber „weder den Zug noch den Tunnel“ entdeckt, in dem er seinerzeit versteckt worden sein soll.

    Nach dem Misserfolg habe schweres Gerät die ausgehobenen Gruben wieder zugeschüttet. Die Arbeiten sollen insgesamt 140.000 Złoty (33.000 Euro) gekostet haben, heißt es.

    Koper und Richter hatten im vergangenen Sommer behauptet, mit einem Bodenradar in Polen einen deutschen Zug aus dem Zweiten Weltkrieg in einem unterirdischen Tunnel entdeckt zu haben. Die Grabungsarbeiten haben nun jedoch die von einem Team der Universität Kraków gezogenen Schlüsse bestätigt, das keine Anzeichen für einen Zug oder Tunnel gefunden hatte.

    Mideast Israel Lithuania World War II Tunnel
    © AP Photo / Ezra Wolfinger/Israel Antiquities Authority
    Die Suche nach dem „Nazi-Panzerzug“ ist mit einer Legende verbunden, laut der die Nazis 1944 ihre in Europa gemachte Kriegsbeute beim Rückzug vor der heranrückenden Sowjetarmee mit Zügen durch unterirdische Tunnel abtransportiert haben sollen. Ein solcher Zug soll angeblich in Niederschlesien, das heute zu Polen gehört, steckengeblieben sein.

    Den Standort des Zuges erfuhren die Hobbyschatzsucher von einem Einheimischen, der vor seinem Tod erklärt hatte, mitgeholfen zu haben, den Zug zu verstecken. In Polen lösten die Meldungen über diesen Nazi-Zug ein echtes „Goldfieber“ aus, sodass sich die Behörden sogar genötigt sahen, den vermeintlichen Standort des Objekts für Schatzjäger zu sperren. Es hieß, dass ein Schatzsucher in der polnischen Stadt Świebodzin den Tod gefunden habe, als er auf einem alten deutschen Friedhof in eine Gruft stürzte.

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    Tags:
    Nazi-Goldzug, Zweiter Weltkrieg, Radiosender Wroslaw, Universität Kraków, Andreas Richter, Piotr Koper, Polen, Deutschland