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09:00 22 August 2019
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    Wildschweine erobern Strahlenzone Fukushima

    Radioaktive Wildschweine stürmen Strahlenzone Fukushima - FOTOs

    © REUTERS/ Toru Hanai
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    Sechs Jahre nach der Atomkatastrophe in Fukushima haben Wildschweine das Evakuierungsgebiet erobert, wie die Zeitung „The Mirror“ schreibt. Sie könnten damit eine baldige Rückkehr der Bewohner erschweren.

    Im Sperrgebiet rund um das Unglückskraftwerk Fukushima gibt es offenbar immer mehr Wildschweine. Grund dafür sei, dass die Tiere in von Menschen verlassenen Orten leichter Nahrung finden könnten. Die genaue Anzahl der strahlenbelasteten Wildschweine sei aber unbekannt. Die deutliche Zunahme der Population der Wildschweine sowie deren starke Präsenz in den Evakuierungszonen könnten die Rückkehr der Bewohner nach erfolgter Dekontaminierung erschweren.

    Da Ende März gemäß einer Entscheidung der japanischen Regierung viele Einwohner in mehrere Ortschaften nahe des Atomkraftwerks zurückkehren dürfen, sollen dem Blatt zufolge spezielle Jägerbrigaden eingesetzt werden, die die Tiere schießen sollen. Schon im vergangenen Jahr sollen über 300 Tiere getötet worden sein.

    Der Reuters-Fotograf Toru Hanai, der die Jäger begleitet, konnte zahlreiche Fotos von den Wildschweinen machen:

    Bisher ist das der einzige Bewohner der Sperrzone.
    Bisher ist das der einzige Bewohner der Sperrzone.
    Brutal, aber notwendig? Jäger sollen Wildschweine erlegen, damit Einwohner zurückkehren können.
    Brutal, aber notwendig? Jäger sollen Wildschweine erlegen, damit Einwohner zurückkehren können.
    Ein Wildschwein spaziert durch die gesperrte Sperrstadt.
    Ein Wildschwein spaziert durch die gesperrte Sperrstadt.
    Jäger transportieren totes Wildschwein in den Wagen.
    Jäger transportieren totes Wildschwein in den Wagen.

    Im März 2011 hatte eine Erdbeben- und Tsunamikatastrophe im Atomkraftwerk Fukushima 1 schwere Schäden angerichtet. In den Reaktoren 1 bis 3 kam es zu Kernschmelzen und Explosionen. Große Mengen an radioaktivem Material wurden freigesetzt und kontaminierten Luft, Böden, Wasser und Nahrungsmittel. Ungefähr 100.000 bis 150.000 Einwohner mussten das Gebiet vorübergehend oder dauerhaft verlassen. Die Entsorgungsarbeiten werden voraussichtlich 40 Jahre dauern.

    Durch die ausgetretene Radioaktivität sind mehrere Insekten- und Pflanzenarten mutiert. Nur den Windschweinen scheint die erhöhte Strahlenbelastung kaum etwas auszumachen.

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    Tags:
    Jäger, Wildschwein, Fukushima