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    Alec Baldwin parodiert den US-Präsidenten Donald Trump in einer NBC-Fernsehsendung Saturday Night Live.

    Kulturpropaganda: Wie die US-Unterhaltungsindustrie gegen Trump „kämpft“

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    US-Präsident Donald Trump hat gute Chancen, als unbeliebtestes Staatsoberhaupt in der Geschichte der Vereinigten Staaten einzugehen. Unfreundlich ihm gegenüber sind nicht nur manche Nachrichtensender, sondern auch zahlreiche Unterhaltungssendungen und Künstler. Sputnik hat einige eklatante Beispiele der US-Kulturpropaganda gegen Trump gesammelt.

    Die Anhänger der Demokratischen Partei sagen ihre Meinung über den neuen US-Präsidenten Donald Trump bei jeder Gelegenheit in allen amerikanischen Medien – und ebenso in der Unterhaltungsindustrie.  Allein während der ersten 50 Tage seiner Präsidentschaft versuchten sie die Autorität des Staatsoberhauptes schon auf unterschiedlichste Art und Weise zu untergraben. Moderatoren, Satiriker, Fernseh- und Filmschauspielern verpassten keine Gelegenheit, den Präsidenten und seine Anhänger  lächerlich zu machen.

    Eine der beliebtesten Plattformen dafür ist die NBC-Fernsehsendung Saturday Night Live. In fast jeder Folge hat kommt eine Trump-Parodie vor, die von Star-Schauspieler Alec Baldwin gespielt wird. In einer der jüngsten Folgen hat Trump Amerika den Außerirdischen vorgelegt, mit denen er laut den Autoren Geschäftsbeziehungen unterhalte.

    Stephen Bannon, der als wichtigster Berater und politischer Chefstratege von Trump gilt, wird dort auch ausgelacht: Beispielsweise wurde er als personifizierter Tod dargestellt. Die Trump-Figur hatte trug derweil einen Anstecker mit der russischen Flagge.

    In einer neuen Episode wurde auch Tochter des Präsidenten, Ivanka Trump, parodiert. Diese Rolle spielte die Star-Schauspielerin Scarlett Johansson. In einem Video machte sie Reklame für das Parfüm „Complicit“ (deutsch: verwickelt, verstrickt sein) und lief dann vor unbequemen Fragen weg.

    Oft wird Trump auch bei verschiedenen Zeremonien erwähnt. So scherzte der TV-Moderator und Komiker Jimmy Kimmel während der jüngsten Oscar-Verleihung mehrmals über den Präsidenten und schrieb ihm sogar via Twitter, ob er denn wach sei, denn es gebe im Sozialnetz von Trump keine einzige Meldung während der Zeremonie. Das sei besorgniserregend.

    ​Beim Screen Actors Guild Award, wo Preise von der US-amerikanischen Schauspielergewerkschaft verliehen werden, kritisierte Moderator Ashton Kutcher den Präsidenten offen auf der Bühne und sagte klar, er sei gegen Trumps Terrorschutz-Dekret.
    Bei der Verleihung des Golden Globe kritisierte Meryl Streep. Sie sei empört, dass Trump sich während der Wahlkampagne angeblich erlaubt hätte, einen Journalisten mit Behinderung zu parodieren.

    An den anti-Trump-Protesten in New York hatten zuvor auch Robert de Niro, Mark Ruffalo sowie Alec Boldwin teilgenommen. Die Sängerin Rihanna nannte den Präsidenten in ihrem Twitter ein „unmoralisches Schwein“. Das sind nur einige der zahlreichen Beispiele der US-Kulturpropaganda gegen Trump.

    Laut den Medien hatten Journalisten am Vorabend der Oscar-Zeremonie den Pressesprecher des Präsidenten Sean Spicer gefragt, was das Weiße Haus von Schauspielern halte, die sich gegen Trump äußern. Die USA seien ein freies Land. Und Hollywood sei schon längst durch seine linke Position bekannt, so Spicer.

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    Tags:
    Anti-Trump-Proteste, Terrorschutz-Dekret, Golden Globe, Oscar-Verleihung, Screen Actors Guild Award, Saturday Night Live, TV-Sender NBC, Rihanna, Ashton Kutcher, Sean Spicer, Mark Ruffalo, Robert De Niro, Meryl Streep, Scarlett Johansson, Ivanka Trump, Stephen Bannon, Alec Baldwin, Donald Trump, USA