15:57 29 Oktober 2020
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    Japan will sein größtes Kriegsschiff „Izumo“ für drei Monate ins Südchinesische Meer schicken, wie Reuters am Montag meldet. Das wird die größte Demonstration von Marinekräften in der Region seit dem Zweiten Weltkrieg.

    „Ziel (der Fahrt – Anm. d. Red) ist es, die Fähigkeiten der,Izumoʻ bei ihrer Entsendung zu einer verlängerten Mission zu überprüfen“, so eine Quelle gegenüber Reuters.

    Der Hubschrauberträger „Izumo“ soll demnach Stopps in Singapur, in Indonesien, auf den Philippinen und in Sri Lanka einlegen. Danach soll sich das Schiff dem indisch-amerikanischen Manöver „Malabar“ anschließen.

    Laut Reuters baut China seine Militärpräsenz in dem umstrittenen Gebiet aus. Japan und der Westen äußern sich besorgt über die wachsende militärische Präsenz Chinas im Südchinesischen Meer. Die USA patrouillieren in diesem Zusammenhang in der Luft und im Meer, um die Freiheit der Schifffahrt zu sichern.  

    Die ostasiatischen Länder China, Vietnam und die Philippinen stehen in Bezug auf die Seegrenzen und Verantwortungszonen im Süd- und Ostchinesischen Meer im Konflikt miteinander. Laut China nutzen Länder wie Vietnam und die Philippinen bewusst die Unterstützung der USA, um die Spannung in der Region anzuheizen.

    Wie Reuters betont, hat das Gebiet reiche Fischgründe sowie große Erdöl- und Erdgasvorkommen. Jährlich werden dort Waren im Wert von etwa fünf Billionen US-Dollar transportiert.

    „Obwohl Japan keine Ansprüche auf die Gewässer hat, hat es einen separaten Marinestreit mit China im Ostchinesischen Meer“, schreibt die Agentur.

    In diesem Zusammenhang wolle Japan bei einem Stopp in der philippinischen Subic-Bucht den philippinischen Präsidenten Rodrigo Duterte zum Besuch des Schiffs einladen, der laut einer anderen Reuters-Quelle in den letzten Monaten die Beziehungen zu China festigt und die Allianz mit den USA heftig kritisiert.

    Im vergangenen Juli hatte das Internationale Gericht in Den Haag geurteilt, dass China kein „historisches Recht“ auf die umstrittenen Inseln im Südchinesischen Meer hat und darum die Rechte der Philippinen verletzt. Seinerseits erklärte Peking, China werde die Beilegung territorialer Streitigkeiten und von Konflikten wegen strittiger Seegrenzen durch dritte Seiten unter keinen Umständen akzeptieren. „Die Streitkräfte Chinas werden die nationale Souveränität sowie das Seerecht und die Interessen des Landes verteidigen“, hieß es.

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    Tags:
    Schiff, Südchinesisches Meer, Japan