12:03 29 November 2020
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    Die Residenz Mar-a-Lago im US-Bundesstaat Florida, in der US-Präsident Donald Trump gerne seine Wochenenden verbringt, birgt erhebliche Sicherheitsrisiken in sich. Sie erweist sich nämlich als wahres „Paradies für Spione“, schreibt die Zeitung „Politico“.

    Der Privatklub Trumps im Süden Floridas soll demnach besonders anfällig für Spionage sein. Obwohl die US-Sicherheitsdienste Trumps Florida-Residenz in eine richtige Zitadelle mit bewaffneten Wachen, Metalldetektoren und mit für die Sprengstoffsuche ausgebildeten Hunden verwandelt hätten, gebe es beim Schutz des Erholungsortes des Präsidenten erhebliche Schwachstellen. Allein die Anwesenheit von Außenstehenden in der Residenz könne schon auf ein Informationsleck hinweisen, schreibt „Politico“ unter Berufung auf eine Reihe von ehemaligen US-Geheim- und Sicherheitsdienstlern.

    Die Gäste in Mar-a-Lago würden zwar einige Sicherheitsposten passieren, wo gecheckt wird, ob sie bewaffnet seien, aber sonst müssten sie lediglich einen Lichtbildausweis zeigen. Den Klub könne jeder besuchen, der eine Einladung von einem Klubmitglied erhalten habe, wobei jedoch unklar sei, wer konkret für die Datensammlung der Identitäten zuständig sei, so die Zeitung

    Nach Angaben der ehemaligen Geheimdienstler gewährt ihre Behörde dem US-Präsidenten direkten Schutz und sorge dafür, dass niemand versuche, ihn mithilfe von speziellen Geräten zu belauschen. Allerdings würden ausländische Geheimdienste auch mit anderen Methoden Informationen sammeln können, beispielsweise indem Gespräche von Beratern der Trump-Administration abgehört oder sogar die Gewohnheiten des Präsidenten und des Residenz-Personals ermittelt würden.

    Darüber hinaus müssten die Spione nicht einmal zwingend selbst in die Residenz Trumps eindringen. Stattdessen könnten Klubmitglieder deren Arbeit übernehmen, die beispielsweise bestochen oder erpresst werden könnten. Die Listen der Namen der fast 500 Klubmitglieder seien bereits in den Medien verbreitet worden, heißt es. 

    „Der Präsident ist das wichtigste Ziel für Spione weltweit. Sie scheuen weder Zeit noch Mittel, um zu ihm zu gelangen“, so der ehemalige US-Vizegeneralstaatsanwalt David Kris.

    Laut Expertenschätzungen steigt mit jedem Besuch Trumps in der Mar-a-Lago-Residenz in Florida das Risiko dessen, dass ausländische Geheimdienste die Schwachstellen der Sicherheitssysteme nutzen.

    Seit Donald Trumps Amtsantritt im Januar 2017 wurden in den Medien mehrfach Informationen darüber verbreitet, was sich im Weißen Haus abspielt. Trump selbst zeigte sich empört über das Informationsleck und legte nahe, dass sein Vorgänger Barack Obama und Mitglieder von dessen Administration dahinter stecken würden.

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    Tags:
    Sicherheitsvorkehrungen, Geheimdienste, Geheimdienstler, Schutz, Spionage, Sicherheit, Mar-a-Lago, Politico, Donald Trump, Florida, USA