04:50 20 Juni 2019
SNA Radio
    Fake-News

    Härter gegen Sünder: RT formiert seinen Kampf gegen Fake-News

    © Foto : pixabay
    Panorama
    Zum Kurzlink
    27634

    Der Fernsehsender RT startet das eigene Multimedia-Projekt „FakeCheck“, das gegen die Verbreitung von sogenannten Fake-News gerichtet ist.

    „Das Projekt von RT wird dabei helfen, Fakten von Falschmeldungen zu trennen. Es ist bemerkenswert, dass diejenigen ausländischen Medien, die eine alternative Meinung (wie beispielweise RT-Meldungen) als Fake-News ausgeben, oft selbst als Quellen oder Verbreiter von echten,Fakes‘ auftreten“, sagte der stellvertretende Leiter des RT-Rundfunkdienstes, Andrej Kijaschko.

    Der Fernsehsender ist laut RT-Chefredakteurin Margarita Simonjan bereit, gegen die Medien, die RT mehrfach bei der Verbreitung von Fake-News ertappt habe, vor Gericht zu ziehen.

    „Jemand – sagen wir mal „Washington Post“ – schreibt irgendeinen Blödsinn, und dann greift die ganze Welt das auf!“, so Simonjan. „Das muss doch irgendwann aufhören, oder?“, sagte sie weiter.

    In dem Projekt, das auf Russisch und Englisch verfügbar sein werde, sollen alle Fälle von Fake-News gründlich untersucht werden. So habe vor kurzem ein Foto auf Facebook und Twitter die Runde gemacht, das angeblich ein fliehendes Mädchen bei einem Gefecht in Aleppo 2016 zeigt. In Wirklichkeit stellte sich aber heraus, dass das Foto aus einem Video einer libanesischen Sängerin stammt, das 2014 gedreht worden war.

    Als weiteres Beispiel von Fake-News führte Kijaschko eine Meldung der Zeitung „Washington Post“ über einen angeblichen Hackerangriff auf US-Stromnetzwerke an, hinter dem angeblich russische Hacker standen. Später griffen auch andere große Zeitungen, darunter auch „The Telegraph“ und Bloomberg, die Geschichte auf. Doch das Energieunternehmen, das den Hackerangriff erlitten haben soll, dementierte offiziell diese Nachricht.

    Bislang seien bereits sechs Beispiele von solchen Falschmeldungen im Rahmen des Projekts veröffentlicht worden, es würden noch mehr kommen, so Kijaschko.

    GemeinschaftsstandardsDiskussion
    via Facebook kommentierenvia Sputnik kommentieren

    Zum Thema:

    Fake-News-Prozess - Flüchtling verliert vor Gericht gegen Facebook
    Erste Fake-News auf Webseite des russischen Außenamts enttarnt
    Statt sauberer Recherche: Wie US-Medien Fake News fabrizieren – Moskau
    Fake-News als Mantra: Kreml zu Vorwürfen gegen Sputnik und RT
    Tags:
    Fake-News, RT, USA, Russland