01:46 14 Dezember 2017
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    Assange macht Apple und Google Geheim-Angebot

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    WikiLeaks-Gründer Julian Assange hat nach Angaben des Internetportals Motherboard mehreren Technologie-Konzernen, darunter Apple, Google und Microsoft, den Zugriff zu den Exploits des US-Geheimdienstes CIA angeboten. Im Gegenzug sollen die amerikanischen Unternehmen bestimmte Anforderungen erfüllen, die jedoch nicht öffentlich bekannt sind.

    Assange soll die Chefs der Konzerne persönlich angeschrieben und ihnen die detaillierte Beschreibung der „Hacker-Waffe“ der CIA versprochen haben. Was diese als Gegenleistung tun sollen, sei geheim. Nach inoffiziellen Angaben bat Assange Apple, Google und Microsoft darum, die in deren Software bereits entdeckten Sicherheitslücken binnen 90 Tagen nicht zu schließen.

    Exploits sind Programme, mit denen Sicherheitslücken oder Fehlfunktionen in Anwendungen oder Systemen ausgenutzt werden können.

    Assange (45) hatte 2012 Zuflucht in der ecuadorianischen Botschaft in London gesucht, um einer Auslieferung nach Schweden zu entgehen. Dort wird dem Australier Vergewaltigung und sexuelle Belästigung vorgeworfen. Seine Schuld streitet der Enthüllungs-Journalist allerdings ab. Assange befürchtet außerdem, dass die schwedischen Behörden ihn weiter an die USA überstellen werden, wo ihm wegen der Veröffentlichung von brisanten Informationen sogar die Todesstrafe drohen könnte.

    Im März dieses Jahres begann WikiLeaks unter dem Codenamen „Vault 7“ interne CIA-Papiere zu veröffentlichen, die zeigen, mit welchen Methoden der US-Auslandsgeheimdienst Smartphones und Smart-TV-Geräte heimlich ausspäht. Die Angaben zu konkreter Schädlings-Software veröffentlichte die Enthüllungsplattform vorerst nicht.

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    Tags:
    Microsoft, Google, Großbritannien, USA
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