17:58 28 März 2017
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    Migranten an der Grenze zu Ungarn

    Kampf gegen Migranten: Ungarn richtet Militärstützpunkt an Grenze ein

    © REUTERS/ Marko Djurica
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    Ungarn hat zur Einschränkung des Flüchtlingsstroms einen kleinen Militärstützpunkt an der Südgrenze des Landes eröffnet, heißt es aus dem Verteidigungsministerium in Budapest.

    Die Einrichtung des Militärstützpunktes gab Verteidigungsminister István Simicskó am Montag bekannt.

    In diesem Stützpunkt in der Gemeinde Hercegszántó, etwa 220 Kilometer südlich von Budapest, werden circa 150 Militärs untergebracht, so die Agentur AP. Sie sollen der Agentur zufolge die ungarischen Grenzen vor „Hunderttausenden Migranten“ schützen, die versuchen, illegal in das Land einzudringen. 
    Zuvor hatte der ungarische Ministerpräsident Viktor Orbán angekündigt, den Bau der zweiten Linie mit Zaunanlagen an der Grenze zu Serbien bis Ende Mai abzuschließen. Dies sei notwendig, betonte der Premier damals, um das Land vor einer neuen Einwanderungswelle zu schützen.

    Im Herbst 2015 hatte Ungarn bereits seine Südgrenze zu Serbien und Kroatien mit einem Grenzzaun abgeriegelt. Damals teilte die ungarische Regierung mit, dass auch der Bau eines zweiten Zaunes wegen der Befürchtung eines weiteren Migrantenansturms aus Ländern des Nahen Ostens sowie aus Nordafrika notwendig sei. Der Bau von Zaunanlagen an der ungarischen Grenze zu Serbien hatte im Februar dieses Jahres begonnen.

    Europa erlebt gegenwärtig die stärkste Flüchtlingskrise seit Ende des  Zweiten Weltkriegs. Der steigende Zuwanderungsstrom aus Nordafrika, dem Nahen Osten,  aber auch aus Zentral- und Südasien wurde hauptsächlich durch militärische Konflikte und die prekäre Wirtschaftslage in vielen Ländern dieser Regionen ausgelöst.

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    Militärstützpunkt, Schutz, Flüchtlinge, Grenze, István Simicskó, Ungarn
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    Alle Kommentare

    • avatar
      Joesi
      Hoffentlich bekommen wir nun Ordnung und Überblick im Migrantenzustrom!
      Danke Ungarn und seinem guten Präsidenten Orban!
    • Reichsbürger
      Richtig so, und bei dem Versuch der Illegalen gewaltsam einzudringen, Schießbefehl nicht vergessen, das spricht sich rum.
    • Iswall65
      Danke an die Ungarn, richtig so.
      Schade, dass man hier in Deutschland allen möglichen Gesellen ohne Kontrolle Tür und Tor öffnet, ohne zu wissen, wer da ins Land kommt und welche Absichten verfolgt werden.
      Lasse ich privat meine Haustür offen und man räumt mir die Wohnung aus trage ich den Schaden allein. Und den Spott!
      Dieser Regierung scheint jegliche Vernunft abhanden gekommen sein.
      Sonst würde sie nicht so handeln.
      Und das alles unter dem Deckmäntelchen der Solidarität!
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