02:28 23 September 2017
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    Kriminalisten nach der Untersuchung einer Brief-Bombe (Archivbild)

    Euro-Institutionen angepeilt: Neue Details zu Athener Brief-Bomben

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    Die in Athen entdeckten Brief-Bomben sollen an ein Office der Europäischen Zentralbank (EZB) sowie zwei hochrangige Beamte der Euro-Instirutionen gerichtet gewesen sein, wie die Agentur Reuters unter Berufung auf Sicherheitskreise meldet.

    Neben einem regionalen EZB-Office sollen die mittlerweile entschärften Briefe mit explosivem Inhalt an den Eurogruppen-Chef Jeroen Dijsselbloem und den geschäftsführenden Direktor des Euro-Rettungsschirms (EFSF), Klaus Regling, adressiert gewesen sein. Alle diese europäischen Institutionen sind an den Hilfsprogrammen für Griechenland beteiligt.

    Solche Päckchen „wurden in acht verschiede Länder verschickt“, teilte eine Quelle der Agentur mit.

    Zuvor war berichtet worden, dass insgesamt acht Brief-Bomben im Verteilerzentrum der griechischen Post im Norden Athens entdeckt, unschädlich gemacht und in Labors der griechischen Polizei zur weiteren Untersuchung gebracht worden waren. Unbekannte wollten die Pakete mit explosivem Inhalt, wie Reuters damals meldete, an Beamten und Institutionen in Europa schicken. Die acht Sendungen waren nach Polizeiangaben den Briefbomben ähnlich, die vergangene Woche das Bundesfinanzministerium und das Büro des Internationalen Währungsfonds (IWF) in Paris erreicht hatten.

    Vergangene Woche war im Bundesfinanzministerium ein verdächtiges Paket mit einem explosivem Gemisch sowie scharfem Zünder gefunden worden. Das sogenannte Blitzknallgemisch hätte laut Polizei beim Öffnen zu erheblichen Verletzungen führen können. Die Verantwortung übernahm die griechische Autonome Untergrundorganisation „Konspiration der Feuerzellen“.

    Am vergangenen Donnerstag erreichte ein ähnliches Paket das Büro des Internationalen Währungsfonds (IWF) in Paris. Beim Öffnen wurde eine Mitarbeiterin leicht verletzt.

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    Brief, Bombe, Europäische Finanzstabilisierungsfazilität (EFSF), Europäische Zentralbank (EZB), Athen