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    Heineken-Bierflasche. Symbolbild

    Wegen Heineken-Logo in den Knast? In Ungarn künftig möglich

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    Der ungarische Premierminister Viktor Orbán will Hammer, Sichel und rote Sterne ebenso verbieten lassen wie das Pfeil- und das Hakenkreuz. Denn: Die Regierung hat eine moralische Verpflichtung, sagte Orbán laut der Nachrichtenagentur Reuters.

    Einen entsprechenden Gesetzentwurf hat Ungarns Regierungschef bereits ins Parlament eingebracht. Demnach soll die Verwendung von Nazi- oder Sowjetsymbolik mit Haft und einer Geldstrafe von umgerechnet rund 6,5 Millionen Euro geahndet werden.

    Auch der niederländische Bierbrauer Heineken würde unter dieses Verbot fallen: Ein roter Stern ziert nämlich die Handelsmarke des Unternehmens. Das beabsichtigte Verbot könnte auch mit dem Kampf der Bierproduzenten um Marktanteile in Ungarn zusammenhängen, sagte laut der Agentur der ungarische Vize-Premier Zsolt Semjén. Doch trage das Markenlogo von Heineken auch „einen offensichtlich politischen Inhalt“, so der Vize.

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    Das Unternehmen selbst hat die Regierungsinitiative nicht kommentiert, wie die Agentur schreibt.

    Der Stern gehört zum Heineken-Logo bereits seit dem 19. Jahrhundert. Zur Zeit des Zweiten Weltkriegs wurde er farblos. Die rote Farbe erhielt er erst nach 1991 wieder. 

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    Tags:
    Nazi-Symbole, Sowjetsymbolik, Bier, Heineken, Victor Orban, Ungarn