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    Julia Samoilova, russische Bewerberin beim Eurovision Song Contest (ESC)

    Rundfunkunion schlägt Live-Schalte russischer Sängerin bei ESC-Wettbewerb vor

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    Wegen eines umstrittenen Einreiseverbots für die Ukraine soll die russische Sängerin Julia Samoilowa beim Eurovision Song Contest (ESC) im Mai live aus Russland via Satellit zugeschaltet werden. Das schlug der Veranstalter des Gesangswettbewerbs, die European Broadcasting Union (EBU), am Donnerstag vor.

    „So etwas wurde nie zuvor getan in der 60-jährigen Geschichte (des ESC).“ Doch im Sinne des diesjährigen Mottos „Celebrate Diversity“ solle diese Entscheidung allen 43 Sängern die Teilnahme ermöglichen, teilte die EBU auf ihrer Homepage mit. Zunächst war unklar, ob Russland zustimmt.

    Indes lehnte der ukrainische Vizeregierungschef und Kulturminister Wjatscheslaw Kirilenko den EBU-Vorschlag ab. „Eine mögliche Live-Schalte der vom ukrainischen Geheimdienst SBU gesperrten russischen ESC-Sängerin Julia Samoilowa im Mai wäre ein Verstoß gegen die ukrainische Gesetzgebung“, argumentierte er am Donnerstag.

    Zuvor hatte der ukrainische Inlandsgeheimdienst SBU Samoilowa die Einreise in die Ukraine für drei Jahre verboten. Anlass sei ein aus ukrainischer Sicht „illegaler Auftritt der Sängerin auf der von Russland 2014 annektierten Halbinsel Krim“. Kiew bestraft deswegen Reisen auf die Krim über russisches Gebiet mit Einreiseverboten in die Ukraine.

     

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    Angebot, ESC-2017, Europäische Rundfunkunion (EBU), Julia Samoilowa, Russland, Ukraine