06:03 13 Dezember 2019
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    Russisches Fernsehen hält Fernteilnahme Samoilowas an Eurovision für unmöglich

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    Der russische TV-Sender Erster Kanal hat eine Live-Schalte der Sängerin Julia Samojlowa zum Eurovision Song Contest abgelehnt. Dies berichtete der Sender am Donnerstag.

    „Wir halten den Vorschlag für eine Fernteilnahme für seltsam und lehnen diesen ab, weil er zweifellos dem Sinn der Veranstaltung widerspricht, dessen direkte Regel ist, dass ein Teilnehmer live auf der Eurovision-Bühne auftritt. Wir sind der Meinung, dass die European Broadcasting Union 2017 für eine russische Teilnehmerin keine neuen Regeln erfinden muss und in der Lage ist, den Wettbewerb gemäß den eigenen Vorschriften durchzuführen“, so der Erste Kanal.

    Wegen eines umstrittenen Einreiseverbots für die Ukraine soll die russische Sängerin Julia Samoilowa beim Eurovision Song Contest (ESC) im Mai live aus Russland via Satellit zugeschaltet werden. Das schlug der Veranstalter des Gesangswettbewerbs, die European Broadcasting Union (EBU), am Donnerstag vor.

    Zuvor hatte der ukrainische Inlandsgeheimdienst SBU Samoilowa die Einreise in die Ukraine für drei Jahre verboten. Anlass ist ein aus ukrainischer Sicht „illegaler Auftritt der Sängerin auf der von Russland 2014 annektierten Halbinsel Krim“. Kiew bestraft deswegen Reisen auf die Krim über russisches Gebiet mit Einreiseverboten in die Ukraine.

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    Eurovision Song Contest (ESC), Perwyj Kanal, Julia Samoilowa, Ukraine, Russland