19:13 15 Dezember 2019
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    Der Anti-Terror-Beauftragte des Scotland Yard, Mark Rowley

    Terror in London: Polizei enthüllt neue Details zu Attentäter

    © AFP 2019 / Niklas Halle'n
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    Der Anti-Terror-Beauftragte des britischen Scotland Yard, Mark Rowley, hat am Freitag auf einer Pressekonferenz neue Details der Ermittlungen zu dem jüngsten Terroranschlag in London mitgeteilt.

    „Wir nannten den getöteten Terroristen Khalid Masood. Wir gaben an, dass er mehrere Decknamen hatte. Nun wissen wir, dass sein Geburtsname Adrian Russell Ajao war“, so Rowley.

    ​Darüber hinaus bat er die Öffentlichkeit um Informationen über den gebürtigen Briten. Zwar gehe man derzeit davon aus, dass der Mann alleine gehandelt habe, wolle aber trotzdem ermitteln, ob andere ihn „motiviert, unterstützt oder gelenkt“ hätten.

    ​Zuvor wurde berichtet, Masood sei in der Grafschaft Kent geboren worden, später aber nach West Midlands umgezogen. Nach Angaben von Scotland Yard, sei der Mann zuvor wegen illegalem Waffenbesitz und Gewaltdelikten verurteilt worden. Allerdings sei entgegen früherer Berichten nie wegen eines mutmaßlichen Zusammenhangs mit Terrorismus gegen ihn ermittelt worden.

    Britische Polizei sperrt das Parliamentsgebäude in London ab
    © REUTERS / Stefan Wermuth

    Wie die britische Zeitung „The Guardian“ berichtet, soll der Täter auch die Namen Adrian Elms und Khalid Chowdhury verwendet haben. Er sei später zum Islam konvertiert.

    Am Mittwoch, genau ein Jahr nach den schweren Terroranschlägen in Brüssel, wurden auf der Westminster-Brücke in London mehrere Passanten von einem rasenden Auto erfasst. Danach fielen vor dem Britischen Parlament Schüsse. Ein Bewaffneter war durch ein Tor auf das Parlamentsgelände zugestürmt und hatte einen Polizisten erstochen. Der Vorfall wurde noch am Abend als Terroranschlag eingestuft. Insgesamt kamen vier Personen, darunter auch der Täter, der von der Polizei getötet wurde, ums Leben. Ein fünftes Opfer soll der Polizei zufolge am Donnerstagabend seinen Verletzungen erlegen sein. Mindestens 50 Menschen wurden bei dem Anschlag verletzt, zwei davon befinden sich nach aktuellem Stand in kritischem Zustand.

    Inzwischen hat Scotland Yard zwei weitere „bedeutende“ Festnahmen im Zusammenhang mit dem Anschlag gemeldet. Eine zuvor festgenommene Frau sei auf Kaution freigelassen worden. Insgesamt sollen sich nun neun verdächtige Personen in Haft befinden, die derzeit von der Polizei befragt würden.

    Die Polizei führe indes Haus- und Wohnungsdurchsuchungen weiter durch. Außerdem habe Scotland Yard bereits 3500 Augenzeugen befragt, sowie Bildmaterial analysiert.

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