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    Der Verantwortliche für Eurovision Song Contest 2017, Frank-Dieter Freiling, hat in einem Interview für den „Tagesspiegel“ geäußert, dass die Rundfunkunion (European Broadcasting Union, EBU) die Mitwirkung aller Teilnehmerländer, darunter auch Russlands, die sich für das Finale qualifiziert haben, an der Fernsehshow in Kiew sicherstellen wird.

    ESC-Logo in Kiew
    © REUTERS / Gleb Garanich/File Photo
    „(…)Wir erwarten, dass alle Teilnehmer, die für die Ausrichtung des Song Contests (ESC) notwendig sind, auch mitwirken können. Sollte es jedoch bei der Entscheidung bleiben, die russische Teilnehmerin nicht einreisen zu lassen, so wird die EBU weiter versuchen sicherstellen, dass Russland in der Show mitwirken kann“, so Freiling.

    Ihm zufolge liegt der EBU noch „keine offizielle Benachrichtigung der ukrainischen Regierung in dieser Angelegenheit vor“.  „Warten wir doch ab, wie die Ukraine abschließend in dieser Angelegenheit entscheidet. Dann wird mit Russland zu sprechen sein, welches weitere Vorgehen sinnvoll ist“, so Freiling.

    Der ukrainische Inlandsgeheimdienst SBU hatte Samoilowa zuvor die Einreise in die Ukraine für drei Jahre verboten. Zur Begründung wies die Behörde auf einen „illegalen Auftritt der Sängerin auf der von Russland 2014 annektierten Halbinsel Krim“ hin. Später erklärte sich Kiew jedoch bereit, Russland an dem Wettbewerb teilnehmen zu lassen, wenn Moskau einen Teilnehmer bzw. eine Teilnehmerin vorschlage, der bzw. die „keine Probleme mit dem ukrainischen Gesetz hat“.

    Der Kreml hat darauf verwiesen, dass der Vertreter eines Teilnehmerlandes laut den Regeln des ESC nicht durch einen anderen ersetzt werden darf. Der „Erste Kanal“ des russischen Fernsehens will Samoilowa zum Songwettbewerb 2018 schicken, wenn sie nicht zum diesjährigen Wettbewerb zugelassen werden sollte.

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    Tags:
    Sängerin, Europäische Rundfunkunion (EBU), Julia Samoilowa, Russland, Ukraine