10:42 25 April 2018
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    Situation in Mossul

    "Überraschend ungerührt": Moskau über westliche Berichterstattung

    © AFP 2018 / Bulent Kilic
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    Die westlichen Medien beleuchten die Ereignisse im irakischen Mossul, wo zahlreiche Zivilisten bei Luftschlägen der US-geführten Koalition ums Leben kamen, im Gegenteil zu den Geschehnissen im syrischen Aleppo bei dessen Befreiung „überraschend ungerührt“, verlautete es aus Russlands UN-Botschaft.

    Situation in Mossul (Archivbild)
    © REUTERS / Felipe Dana/The Associated Press/Courtesy of World Press Photo Foundation
    „Die täglichen Tragödien in Mossul werden von den internationalen Medien und NGOs geradezu verschwiegen“, so die Erklärung.

    Angesichts der Tatsache, dass sich in Mossul weiterhin etwa 600.000 Zivilisten befinden, „ist der Ausmaß der Geschehnisse um ein Vielfaches katastrophaler als einst die Ereignisse in Aleppo“. „Wir rufen dazu auf, auf Doppelstandards zu verzichten und über die Lage in Mossul sowie in Syrien oder anderswo objektiv zu berichten“, hieß es aus der russischen Botschaft ferner.

    Situation in Mossul
    © REUTERS / Ruairidh Villar/Save the Children
    Am Vortag hatte der russische Außenminister Sergej Lawrow bei der Pressekonferenz im Anschluss an Verhandlungen mit seinem italienischen Amtskollegen Angelino Alfano gesagt, dass Moskau eine Sondersitzung des UN-Sicherheitsrates wegen der Luftschläge der US-geführten Koalition in Mossul, die zahlreiche Todesopfer unter Zivilisten gefordert hätten, angefordert habe. Dem Minister zufolge will Moskau gewisse Fragen stellen und „diese Situation unter starker Kontrolle halten“.

    Zuvor hatte die von den USA angeführte Koalition eingeräumt, für die Luftschläge westlich der umkämpften nordirakischen Stadt Mossul verantwortlich zu sein. Bei den Bombardements sollen laut lokalen, aber bisher unbestätigten Berichten bis zu 200 Zivilisten ums Leben gekommen sein.

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    Tags:
    Katastrophe, Aufruf, Berichterstattung, Zivilopfer, Botschaft, Medien, Uno, Mossul, Russland
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