04:51 21 Juni 2018
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    Die Befreiung Mossuls - Zivilisten fliehen vor den Kriegshandlungen, 7. März

    UN: Bereits über 300 Zivilisten in Mossul getötet

    © REUTERS / Suhaib Salem
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    Der UN-Kommissar für Menschenrechte Seid al-Hussein hat die zahlreichen zivilen Opfer in Mossul scharf verurteilt. Nach seinen Angaben sind in der irakischen Stadt allein seit Februar bereits mindestens 307 Zivilisten getötet und 273 weitere verletzt worden.

    Mossul ist seit Wochen zwischen der Terrormiliz Daesh („Islamischer Staat“, IS) und den irakischen Truppen umkämpft.  Eine von den USA angeführte Militärkoalition fliegt Angriffe auf die Millionenmetropole.

    Al-Hussein verwies laut RT darauf, dass der IS die zivile Bevölkerung in Mossul als „lebenden Schutzschild“ nutze. Er rief die irakische Armee und die US-geführte Koalition dazu auf, sich nicht in diese Falle locken zu lassen. Zudem forderte der UN-Kommissar eine transparente Aufklärung zu den massenhaften zivilen Todesopfern.

    Die USA behaupten, dass durch die Angriffe ihrer Koalition in Mossul bislang höchstens 200 Zivilisten getötet worden seien. Nach Schätzungen der britischen Beobachtungs-Organisation Airwars ist die tatsächliche Opferzahl jedoch zehnmal größer.

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    Tags:
    UN, Mossul, Irak