01:28 23 September 2018
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    Nadja Sawtschenko als Prozess-Beobachterin im Obersten Gerichtshof Russlands

    „Regierung zu 80 Prozent aus Juden“: Die schrägsten Zitate von Nadeschda Sawtschenko

    © Sputnik / Mikhail Voskresensky
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    Die ukrainische Abgeordnete Nadeschda Sawtschenko hat in einer Livesendung am 21. März erklärt, dass ihr Land unter „jüdischer Unterdrückung“ leide, und damit für Wirbel gesorgt. Dabei ist dies nicht das erste Mal, dass die Politikerin mit ihren Worten Aufsehen erregt. Hier einige berühmte Zitate Sawtschenkos.

    „Bei zwei Prozent Juden, die in der Ukraine leben, sind bei uns in der Regierung 80 Prozent Juden“, sagte Sawtschenko am Montag gegenüber dem Sender „112 Ukraina“.

    So kommentierte die Abgeordnete ihre Aussage vom 21. März. Damals sagte eine Zuschauerin Sawtschenko bei einer Livesendung, die Ukraine leide unter „jüdischer Unterdrückung“. Die Politikerin stimmte dem zu und betonte: „Man darf darüber sprechen. Was soll man damit machen? Man muss nachdenken und handeln!“

    Besonders aussagekräftig war Sawtschenko schon Ende Mai 2016, als sie nach ihrer vorzeitigen Haftentlassung umgehend die Arbeit als Abgeordnete im ukrainischen Parlament aufgenommen hatte.

    „Wir sind Leichen, wir hier sind Leichen. Das Volk wird uns das nicht verzeihen. Man sollte sehr vorsichtig mit der Verfassung umgehen“, sagte sie.

    Moskauer Kreml
    © Sputnik / Alexei Druzhinin/Anton Denisov/Pressedienst des Präsidenten von Russland
    „Vielleicht arbeite ich noch mit verbundenen Augen, intuitiv. Das, was ich begreife, dafür stimme ich mit ‚ja‘“, so beschrieb die Politikerin ihre Arbeit.

    Und was die Arbeit des Parlaments betrifft? „So wie jetzt das Parlament arbeitet, so kämpft auch die Armee“, so Sawtschenko.

    Ihr erster Eindruck war jedoch ein anderer: „Mein erster Eindruck vom Parlament – wir arbeiten wie am Markt.“

    Zur politischen Karriere: „Ich werde weiterhin lernen, so zu denken, wie die Politiker, aber das werde ich kaum schaffen.“

    Die ukrainische Kampfpilotin Nadeschda Sawtschenko hatte 2014 als Mitglied des rechtsextremen Bataillons Aidar gegen die Volksmilizen im Donbass gekämpft. Sie wurde gefangengenommen und von einem russischen Gericht der Beihilfe zur Ermordung von zwei russischen Journalisten schuldig gesprochen. Am 25. Mai 2016 wurde die zu 22 Jahren Haft verurteilte Ukrainerin von Russlands Präsident Waldimir Putin begnadigt; sie kehrte noch am selben Tag nach Kiew zurück.

     

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    Tags:
    Nadeschda Sawtschenko, Ukraine