02:31 25 Februar 2020
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    Als absurd hat der spanische Medienexperte Julián Jiménez die Entscheidung eines spanischen Gerichts kritisiert, Klage gegen syrische Militärs anzunehmen.

    Die Spanierin Amal Hag-Hamdo Anfalis hatte am Montag vor einem Gericht in Madrid neun syrische Militärangehörige wegen Mord, Terrorismus und Folter verklagen wollen. Sie macht die Soldaten für den Tod ihres Bruder im Jahr 2013 in Syrien verantwortlich. Obwohl der Bruder kein Spanier, sondern syrischer Bürger war, nahm der Madrider Richter Eloy Velasco die Klage zunächst an.

    „Das ist der reinste Hohn“, kommentierte Jiménez im Sputnik-Gespräch. Erstens überschreite das Gericht seine Zuständigkeit, weil sich die Klage gegen die syrische Regierung richte, so der Experte. „Zweitens stellt sich die Frage, warum die Tötung eines spanischen Journalisten durch US-Soldaten im Jahr 2013 bei der Madrider Rechtsprechung kein Interesse geweckt hat.“ Jiménez hält es für nicht nachvollziehbar, dass „der spanische Richter sich mit dem Terrorvorwurf gegen eine Regierung auseinandersetzt, die gerade gegen Terroristen kämpft“. 

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    Tags:
    Spanien, Syrien