11:04 12 Dezember 2017
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    Frauen in der israelischen Armee

    Warum Frauen in Israels Armee nicht willkommen sind – Medien

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    Eine Gruppe israelischer Aktivisten hat eine Kampagne gegen Frauen in der Armee gestartet. Zu den Argumenten gehören die Mehrausgaben für die Versicherung und die große sexuelle Belästigung, teilte am Mittwoch das israelische Portal Arutz Sheva mit.

    Dem Bericht zufolge haben die Aktivisten eine Reihe von Argumenten angeführt, um den Dienst der Frauen in der Armee des Landes zu stoppen. Sie würden sich negativen auf die Kampfbereitschaft der Streitkräfte auswirken, so Arutz Sheva.

    Demnach gab es im vorigen Jahr insgesamt 802 Fälle von sexueller Belästigung. Darüber hinaus werden in der Armee jährlich etwa 800 Frauen schwanger. Rund 600 davon entscheiden sich für eine Abtreibung, hieß es.

    Participant in all-army contest Miss Military Beauty
    © Sputnik/ Dmitry Korobeinikov
    Das andere Argument sei, dass die Frauen weniger kampfbereit seien als die Männer. Dies gehe aus offiziellen Berichten der Streitkräfte hervor. Bei Vorstößen tragen Frauen laut dem Portal zum Beispiel nur eine Wasserflasche und zwei Patronenmagazine und laufen nur 20 Minuten lang. Ihre männlichen Kollegen dagegen müssen zwei Wasserflaschen und fünf Patronenmagazine schleppen und 40 Minuten laufen. Dabei müssen sie auch auf einen Berg klettern.

    Außerdem sind Frauen laut Arutz Sheva öfter verletzt – sei es beim Training oder bei einem Kampfeinsatz. Demnach haben sie ein deutlich höheres Todesrisiko durch Hitzschlag. Die weiblichen Militärs in der Armee suchen auch öfter einen Arzt auf, deswegen sei ihre medizinische Versorgung für die Streitkräfte teurer, so das Portal.

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    Tags:
    Militärs, Männer, sexuelle Belästigung, Streitkräfte, Frauen, Israel
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