12:48 29 November 2020
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    Die Behörden des autonomen Gebiets Xinjiang im nordwestlichen Teil Chinas haben „anormale“ Bärte verboten und intensivieren damit ihre Kampagne gegen religiösen Extremismus, wie Reuters am Donnerstag berichtet.

    Die neuen Regeln treten laut der Mitteilung bereits am 1. April in Kraft.

    Außer „anormalen“ Bärten wird demnach auch die Verbreitung von extremistischer Ideologien und Einmischung in der Religionsfreiheit verboten. Nach den neuen Regeln darf man an öffentlichen Orten keine Kleidung mehr tragen, die Gesicht und Körper völlig verbergen.

    Den Mitarbeitern von Flughäfen, Bahnhöfen und öffentlichen Verkehrsmitteln würden angehalten, Menschen in solcher Kleidung nicht einzulassen und sie bei Strafverfolgungsbehörden zu melden, hieß es.

    Darüber hinaus berichtet das Portal, dass Heirat oder Scheidung nur auf Grundlage religiöser Ansichten – sprich ohne gesetzliche Registrierung – nicht zulässig sei. Auch das Bildungssystem wird verstärkt vor religiösem Fanatismus geschützt, heißt es.

    Zuvor war berichtet worden, dass die Behörden von Xinjiang im Jahr 2016 eine eigene Version eines Antiterror-Gesetzes verabschiedet hatten. Laut Medienberichten ist in diesem Gebiet die Extremistengruppierung „Ostturkestan“ besonders aktiv. Peking wirft ihr vor, das Land zerfallen lassen zu wollen, und mit internationalen Terrornetzwerken wie Al-Kaida verbunden zu sein. Die Extremisten rekrutierten oft Einheimische und schickte sie in Kämpfer-Trainingslager nach Syrien und in den Irak.

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    Tags:
    Extremisten, Terrorbekämpfung, Ostturkestan, Al-Kaida, Xinjiang, China