04:54 25 November 2017
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    Blutbad in einem Sufi-Schrein in der pakistanischen Provinz Punjab

    Pakistan: Aufseher von Sufi-Schrein schlägt 20 Gläubige tot

    © REUTERS/ Stringer
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    Bei einem Blutbad in einem Sufi-Schrein in der pakistanischen Provinz Punjab sind am Sonntag mindestens 20 Gläubige getötet und weitere drei verletzt worden. Das berichtet die Zeitung „Dawn“ am Sonntag.

    Demnach soll ein psychisch kranker Aufseher des Heiligtums in der Nähe der Stadt Sargodha die Gläubigen telefonisch zu sich eingeladen und mit Messer und Schlagstock attackiert haben.

    ​Wie eines der geretteten Opfer mitteilte, soll der Aufseher seinen Opfern vor der Attacke Gift verabreicht haben. Nur drei Besucher konnten sich retten.

    Der Täter und zwei mutmaßliche Komplizen wurden festgenommen. Das Motiv für die Bluttat war zunächst unklar.

    ​Wie der TV-Sender „Geo TV“ unter Verweis auf die örtlichen Behörden mitteilte, hatte der Aufseher schon häufiger Gläubigen Gewalt angetan. Anwohner hätten berichtet, dass er Besucher des Schreins geschlagen habe, um sie "von verschiedenen körperlichen und seelischen Leiden zu heilen". Manchmal habe er auch die Kleidung von Gläubigen verbrannt.

    Der Sufismus ist eine Sammelbezeichnung für Strömungen im islamischen Kulturkreis, die asketische Tendenzen und eine spirituelle Orientierung aufweisen, die oft mit dem Wort Mystik bezeichnet wird.

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    Tags:
    Aufseher, Sufi-Schrein, Blutbad, Opfer, TV-Sender Geo TV, Zeitung Dawn, Pakistan