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23:27 19 September 2019
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    Explosion in St. Petersburger U-Bahn am 3. April 2017Explosion in St. Petersburger U-Bahn am 3. April 2017

    Explosion in U-Bahn in St. Petersburger: zehn Tote und 45 Verletzte – Zusammenfassung

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    Bombenanschlag in der Sankt Petersburger U-Bahn (63)
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    Die St. Petersburger U-Bahn ist am Montagnachmittag von einer Explosion erschüttert worden. Die vermutlich in einem Waggon gelegte Bombe detonierte im Tunnel zwischen zwei Stationen im Stadtzentrum und tötete mindestens zehn Passagiere. Dutzende wurden verletzt, einige schwer.

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    © YouTube / Григорий Фоминых
    Augenzeugen sagten aus, dass sich die Explosion im dritten Waggon ereignete, kurz nachdem der Zug von der Station „Sennaja Ploschtschad“ abgefahren war. Der Zug hielt in der nächsten Station, das U-Bahn-Personal begann, ihn zu evakuieren.

    Nach Expertenansicht handelt es sich um eine selbstgebastelte mit Metallteilen gespickte Bombe. Das Ziel sei gewesen, möglichst mehr Menschen zu treffen. Anzeichen dafür, dass die Bombe von einem Selbstmordattentäter gezündet wurde, gab es nicht.

    Infografik: Bomben-Anschlag auf St. Petersburger U-Bahn

    Anschlag in der Sankt Petersburger U-Bahn
    © Sputnik /
    Anschlag in der Sankt Petersburger U-Bahn

    Russlands Gesundheitsministerin Weronika Skworzowa teilte mit, dass sieben Passagiere unmittelbar am Tatort gestorben waren. Ein Patient sei in einem Rettungswagen seinen Verletzungen erlegen, noch zwei seien im Krankenhaus gestorben. Den Angaben zufolge wurden etwa 40 Menschen verletzt, sechs von ihnen schwer.

    Die Generalstaatsanwaltschaft Russlands habe die Tat offiziell als einen Terroranschlag eingestuft, sagte Behördensprecher Alexander Kurennoi dem TV-Sender Rossija 24. Bislang hat sich niemand für den Anschlag bekannt.

    Ursprünglich berichteten Medien von zwei Explosionen. Das Nationale Anti-Terror-Komitee dementierte: Es habe nur eine Explosion gegeben. Medien informierten auch über den Fund einer zweiten Höllenmaschine. Eine Stunde später bestätigte das Anti-Terror-Komitee, dass in der U-Bahn-Station „Ploschtschad Wosstanija“ tatsächlich eine selbstgebastelte Bombe entdeckt und entschärft wurde. Berichte über Explosionen in anderen Stationen der St. Petersburger U-Bahn erwiesen sich als falsch.

    Die Stadtbehörden beschlossen, den gesamten U-Bahn-Verkehr zeitweise stillzulegen und alle Stationen zu schließen. Der St. Petersburger Taxi-Betrieb Taxovichkoff teilte mit, dass alle zur Verfügung stehenden Wagen im Einsatz sind und Dienste kostenlos erweisen werden. Auch alle städtischen Nahverkehrsmittel sowie Uber, Delimobil und Yandex.Taxi teilten mit, sie würden kein Geld kassieren.

    In anderen Objekten des Transports, darunter in den Bahnhöfen und im Flughafen Pulkowo, wurden die Sicherheitsvorkehrungen erhöht. Ähnliche Schritte wurden auch in der Moskauer U-Bahn unternommen.

    Zum Zeitpunkt des Anschlags befand sich der russische Präsident Wladimir Putin in der Stadt. Er sprach den Angehörigen der Opfer sein tief empfundenes Beileid aus und versprach, den Hinterbliebenen jegliche Hilfe zu erweisen. Nach Angaben des Radiosenders Echo Moskwy verbot der Föderale Wachdienst FSO dem Präsidenten, den Tatort zu besuchen. Kremlsprecher Dmitri Peskow sagte dazu, die Angaben entsprächen nicht der Wirklichkeit.

     

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    Tote, Bombenanschlag, St. Petersburg, Russland