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02:39 14 Oktober 2019
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    Nach der Explosion in St. Peterburg: Menschen in Simferopol tragen Blumen

    „Rauch und Menschen voller Blut“: Augenzeugen über Explosion in St. Petersburg

    © Sputnik / Max Wetrow
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    Bombenanschlag in der Sankt Petersburger U-Bahn (63)
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    Am Montag ist die Nachricht von der Explosion in der St. Petersburger Metro gekommen. Derzeit ist bekannt, dass die Bombe, die mit Metallstücken gespickt war, gegen 14.40 Uhr Ortszeit zwischen den Stationen „Sennaja Ploschad“ und „Technologitscheskij Institut“ explodiert war. Dabei sind 10 Menschen getötet und einige Dutzend verletzt worden.

    „Es wurde allen sofort klar, dass etwas passiert ist“, sagte die Augenzeugin Jaroslawa Ternowa gegenüber dem Portal rbc. Zehn Minuten nach der Explosion befand sie sich in einem Zug, der zu der U-Bahnstation „Sennaja Ploschad‘“ fuhr. Ihr zufolge wartete der Zug eine Weile, um mehr Passagiere aufzunehmen, und brachte sie dann zu der Station „Parnas“.

    ​Wie ein weiterer Augenzeuge, Alexander, gegenüber der Agentur Sputnik berichtete, hat er gesehen, wie Menschen aus der U-Bahn hinausgeführt bzw. weggetragen wurden. Er habe sich der Metrostation „Technologitscheski Institut“ erst genähert, als die Explosion erfolgt sei, so Alexander. Manche seien von Panik erfasst gewesen, andere hätten verschmutzte Gesichter und seien mit Blut verschmiert gewesen. 

    ​Wie die Augenzeugin Jekaterina Sergejewa, Berufsmodel, berichtete, wurde der Metrozug, mit dem sie fuhr, für eine halbe Stunde angehalten. Die Menschen hätten nicht gewusst, was geschehen sei. Alle Ein- und Ausgänge sollen gesperrt gewesen sein. Es sei auch nicht gelungen, die Zugfester zu öffnen, um einen ungehinderten Luftzug zu ermöglichen.

    „Es setzte Panik ein“, so Jekaterina. „Einige Zeit später setzte sich unser Zug in Bewegung. Wir erreichten die Station und die Menschen begannen, nach draußen zu fliehen“, sagte die Frau. Ihr zufolge waren die Räume stark vernebelt. Als sie ins Freie gelangt sei, habe sie sehr viele Krankenwagen und Feuerwehrautos gesehen.

    Der Einwohner von St. Petersburg Arslan Kurbanow teilte rbc mit, dass sein Kollege am Explosionsort gewesen sei. Dieser Kollege soll ihm eine sms geschickt haben. „An der Fahrstrecke gab es eine Explosion“, hieß es. „Ein Junge hinterließ eine Aktentasche, öffnete die Tür und wechselte in einen anderen Waggon. Nur ein Waggon“, soll der Kollege geschrieben haben.

    „Ich stieg aus dem Waggon in der Station ‘Technologitscheskij Institut’ aus, sah den Rauch und Menschen mit Blut, die mir entgegen rannten“, sagte Waleria Schikowa, eine weitere Augenzeugin. Ihr zufolge gab es viele Polizeisten an der Station, „Passagiere rannten, einige konnten nicht begreifen, was passiert ist“.

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    U-Bahn-Station, Zug, Panik, Augenzeugen, Blut, Bombe, Explosion, St. Petersburg