07:00 17 Dezember 2017
SNA Radio
    Wladimir Putin gedenk der Opfer des Anschlags in St. Petersburger U-Bahn

    Passten Terroristen Anschlag in St. Petersburg zeitlich an Putins Besuch an? - Kreml

    © Sputnik/ Michael Klimentyev
    Panorama
    Zum Kurzlink
    Bombenanschlag in der Sankt Petersburger U-Bahn (63)
    0 230

    Die Tatsache, dass der Anschlag in St. Petersburg genau dann verübt wurde, als sich dort der russische Präsident Wladimir Putin aufhielt, regt zum Denken an und muss von den Geheimdiensten analysiert werden, teilte Kreml-Sprecher Dmitri Peskow am Dienstag mit.

    „Zweifelsohne regt die Tatsache, dass die Terrorattacke zu dem Zeitpunkt des Besuchs des Staatschefs verübt wurde, zum Denken an und macht auf sich aufmerksam. Das müssen Geheimdienste analysieren“, sagte Peskow gegenüber Journalisten.

    Jeder Anschlag, der sich in Russland ereigne, stelle eine Herausforderung für die Bürger sowie für den Präsident des Landes dar, betonte der Sprecher ferner.

    „Russland kämpft wie viele andere Länder an vorderster Front gegen den Terrorismus“, sagte Peskow. „Alle wissen, wie folgerichtig und hart die Position des Präsidenten Putin hinsichtlich des Anti-Terror-Kampfes ist. Und leider wissen wir alle, dass kein einziges Land vor dem Terror geschützt ist. Das bedeutet jedoch lange nicht, dass jemand den Kamp gegen dieses garstige Übel, mit dem wir konfrontiert sind, mindern wird“, betonte der Sprecher des Präsidenten.

    Peskow teilte weiter mit, dass sich Russland auch an andere Länder bezüglich einer Hilfe bei der Ermittlung des Terroranschlags in der St. Petersburger U-Bahn wenden könne, sollte dies notwendig sein. „Diese Entscheidung werden unsere Ermittler treffen“, so Peskow abschließend. 

    Am Montagnachmittag war in einem Waggon der Petersburger U-Bahn ein Sprengsatz explodiert, als der Zug von der Station "Technologitscheskij Institut" Richtung "Sennaja Ploschtschad" fuhr. Nach den jüngsten Angaben wurden 14 Menschen getötet und 49 weitere verletzt.

    Eine weitere Sprengladung konnte kurz darauf  in der Station „Ploschtschad Wosstanija“ entschärft werden. Die Ermittlungsbehörde, die vor allem von einem Terroranschlag ausgeht, hat ein Verfahren eingeleitet.

    Themen:
    Bombenanschlag in der Sankt Petersburger U-Bahn (63)

    Zum Thema:

    St. Petersburg gelähmt: Riesen-Staus nach Bomben-Attentat in U-Bahn – VIDEO
    Nach Anschlag in St. Petersburg: Le Pen setzt sich erneut für Grenzkontrollen ein
    Petersburg: Heldenhafter U-Bahn-Fahrer kann wegen Journalisten-Trupp nicht nach Hause
    Auf einmal vergessene Partnerschaft: Berlin-Senat sieht keinen Bezug zu Petersburg
    Tags:
    Besuch, Terroristen, U-Bahn, Anschlag, Kreml, Dmitri Peskow, Wladimir Putin, St. Petersburg