15:54 16 Dezember 2017
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    Sexueller Missbrauch (Symbolbild)

    Schweiz: „Untherapierbarer“ Vergewaltiger bekommt 93.000-Euro-Entschädigung

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    Der Sexualtäter, der im Jahr 2006 in Starrkirch-Will (Schweizer Kanton Solothurn) die damals achtjährige Selina vergewaltigt hatte, soll nun eine Entschädigung in Höhe von 100.000 Schweizer Franken erhalten, berichtet die „Solothurner Zeitung“. Der Grund schockiert.

    Ein entsprechendes Urteil fällte laut dem Blatt das Schweizer Bundesgericht, da der Kinderschänder ein Jahr und fünf Monate zu lange in Haft gewesen sein soll. Der Kanton Solothurn solle ihn nun mit umgerechnet rund 93.000 Euro entschädigen.

    Das Bundesgericht begründete seine Entscheidung damit, dass eine Strafe nur dann verlängert werden könne, wenn eine Therapie erfolgsversprechend sei. Der Mann gelte hingegen als „untherapierbar“, wenn auch nur rückblickend – die Strafe sei verlängert worden, bevor ein Gutachten vorgelegt worden sei.

    Der Sexualtäter ist der Zeitung zufolge bereits im November 2016 freigelassen worden. Mittlerweile lebe er in einem Wohnheim und werde mittels GPS überwacht.

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    Tags:
    Entschädigung, Sexualdelikte, Vergewaltigung, Mädchen, Schweiz
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