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14:47 14 Oktober 2019
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    Putin: US-Angriff in Syrien schadet Beziehungen zu Russland

    © AFP 2019 / Attila Kisbenedek
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    Der US-Raketenangriff auf einen Flugplatz der syrischen Armee schadet laut dem russischen Präsidenten Wladimir Putin den Beziehungen zu Moskau und behindert den Aufbau einer internationalen Koalition zum Kampf gegen den Terrorismus, wie Kremlsprecher Dmitrij Peskow äußerte.

    „Dieser Schritt Washingtons fügt den russisch-amerikanische Beziehungen, die sich ohnehin in einem erbärmlichen Zustand befinden, einen ernsthaften Schaden zu“, sagte Peskow am Freitagmorgen gegenüber Journalisten.

    „Aus Putins Sicht bringt dieser Schritt uns dem Endziel im Kampf gegen den internationalen Terror nicht näher, im Gegenteil schafft er ernsthafte Hindernisse auf dem Weg zur Bildung einer internationalen Koalition im Kampf gegen ihn und zu einem effektiven Widerstand gegen dieses Übel. Und dies, obwohl Donald Trump dies noch während des Wahlkampfes zu eine seiner wichtigsten Aufgaben erklärte“, betonte Peskow.

    In der Nacht zum Freitag hat die US-Armee nach offiziellen Angaben 59 Raketen des Typs Tomahawk auf einen Flugplatz der syrischen Armee in der Provinz Homs abgefeuert. Mit dem Angriff reagiert die US-Regierung auf einen mutmaßlichen Giftgasangriff vom Dienstag im syrischen Idlib, den sie der Regierung Assads zuschreibt.

    Syrische Oppositionskämpfer hatten am Dienstag rund 80 Tote und 200 Verletze bei einer Giftgas-Attacke in der Stadt Chan Scheichun in der nordwestlichen Provinz Idlib gemeldet und die syrischen Regierungstruppen dafür verantwortlich gemacht. Die syrische Armee wies diese Vorwürfe zurück.

    Nach syrischen und russischen Angaben traf die syrische Luftwaffe bei einem Angriff auf die Terrormiliz al-Nusra-Front in Chan Scheichun ein von Terroristen genutztes Lager mit Giftstoffen. Der syrische Außenminister Walid al-Muallem verwies am Donnerstag darauf, dass die ersten Meldungen über die Chemieattacke schon mehrere Stunden vor dem ersten Angriff der syrischen Luftwaffe eingegangen seien.

    Nach Angaben der syrischen Regierung bekommen die Terrorgruppen al-Nusra und Daesh (auch Islamischer Staat, IS) chemische Giftstoffe aus der Türkei.

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    Luftwaffenbasis, Schaden, Rakete, Angriff, Beziehungen, Dmitri Peskow, Wladimir Putin, Homs, USA, Russland