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23:43 22 Oktober 2019
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    Chinesische Frauen auf Tian’anmen-Platz während Parteiplenums

    Peking auf Agentenjagd: Satte Kopfprämie versprochen

    © AP Photo / Mark Schiefelbein
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    Wer über das Treiben ausländischer Spitzel in der chinesischen Hauptstadt Bescheid weiß, kann jetzt sein Einkommen etwas aufbessern: Tipps, die zur Ergreifung von Geheimagenten führen, sind Pekings Sicherheitsbehörden über 70.000 US-Dollar wert. Dieses Kopfgeld hat das Sicherheitsministerium der Stadt jüngst auf Spione ausgesetzt.

    Um Spionage besser aufzudecken, hat die Pekinger Behörde ein neues Programm aufgelegt. Demnach sollen Bürger für wertvolle Hinweise auf Auslandsagenten mit umgerechnet 72.000 US-Dollar belohnt werden.

    Das Programm sei dringend notwendig, sagte ein Behördensprecher. Denn ausländische Geheimdienste und „andere feindliche Kräfte“ nutzten die ständige Zunahme auswärtiger Kontakte, um „politische Infiltration, separatistische Aktivitäten, Aufrufe zum Aufstand und andere Sabotagetätigkeit“ voranzutreiben, heißt es in der offiziellen Mitteilung.

    Zudem, so die Behörde, würden „bestimmte Persönlichkeiten“ aus Habgier staatliche Interessen verkaufen, was ein besonders günstiges Umfeld für die Spione schaffe. Peking stehe dabei als Hauptstadt im Fokus der Agenten.

    Wer wichtige Hinweise liefern könne, solle dies telefonisch, postalisch oder persönlich tun. Die Belohnung richte sich nach dem Wert der Informationen, lässt die Behörde wissen. Aber: Absichtlich falsche Angaben und Denunzierungen würden strafrechtlich verfolgt, warnt das Ministerium.

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    Kampf, Spionage, China