04:09 28 Oktober 2020
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    Die chinesischen Muslime beschweren sich über die zunehmende Islamophobie in China, die von Beiträgen in sozialen Netzwerken angefeuert wird, wie „The Independent“ schreibt.

    Der Anlass zu der Empörung sind die anhaltenden Zwischenfälle um die Moschee Nangang in Hefei, der Hauptstadt der Provinz Anhoi. Laut dem örtlichen Imam Tao Insheng  hatten die Bewohner der nächstgelegenen Häuser von Anfang an gegen den Bau der Moschee protestiert. Einige wollten keinen moslemischen Kultusbau in ihrer Nähe, andere waren mit dem Umstand unzufrieden, dass die Moschee an der Stelle eines Parks entstehen sollte.

    Die zahlreichen Protest-Posts im sozialen Netzwerk Weibo gipfelten in  einer regelrechten Internet-Kampagne, die von Hundertausenden Internet-Nutzern, darunter einigen Beamten, unterstützt wurde. Es kam schließlich zu Protestkundgebungen vor dem Bauplatz und einem Zustrom anonymer telefonischer Drohungen gegen den Imam. An der Baustelle wurde sogar ein Schweinekopf in der Erde verscharrt.

    Die muslimische Gemeinde von Hebei zählt 4.500 Mitglieder. Die meisten von ihnen sind vermutlich ethnische Han-Chinesen, die sich zum Islam bekannt haben. Sie gelten in der VR China als nationale Minderheit und haben daher viele Privilegien, was Missbehagen bei den Han-Chinesen, der Mehrheitsnationalität in China, auslöst.

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