17:38 23 Juni 2017
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    Milliarden Euro für Gastransit über Ukraine verschwunden Wintershall

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    Milliarden Euro, die europäische Verbraucher in den Gastransit über die Ukraine investiert hatten, sind verschwunden, sagte der Chef des deutschen Öl- und Gasproduzenten Wintershall, Mario Mehren, im Interview mit der russischen Zeitung „Wedomosti“.

    Mehren wisse zwar nicht genau, wohin dieses Geld geflossen sei, aber sei überzeugt, dass jenes gewiss nicht in die Modernisierung des Gaspipeline-Systems in der Ukraine gesteckt worden sei. Dabei betonte er, dass die technischen Werte des ukrainischen Gaspipeline-Systems niedrig seien.

    Darüber hinaus äußerte Mehren, einige Menschen in der EU würden nicht begreifen, wie sich der Gasmarkt in den vergangenen fünf Jahren verändert habe. Heutzutage könne man nicht sagen, dass irgendein Land von einem Lieferanten abhänge. Dabei müssten, so der Wintershall-Chef ferner, mehr Möglichkeiten für die Gasgewinnung geschaffen werden. Aus diesem Grund sollte man nicht die Abhängigkeit von einer gewissen Gasquelle oder einem Produzenten, sondern die Möglichkeit zur Verbesserung der Infrastruktur erörtern.

    Mehren zufolge hat Brüssel mit der Ablehnung des South Stream-Projekts an Sicherheit der Gaslieferungen nach Europa verloren. Länder wie etwa Bulgarien und Rumänien hätten indes ihre Energiesicherheit und Einnahmen durch den Gastransport einbüßen müssen.

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    Tags:
    Gastransit, Wintershall, Europäische Union, Ukraine
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