00:28 15 November 2019
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    US-Koalition ließ Drogenhandel aufblühen – Kirgistans Präsident

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    Die Aktivitäten der US-Koalition gegen die Taliban in Afghanistan haben dem Drogenhandel in den Staaten der Organisation des Vertrags über kollektive Sicherheit (OVKS) zu großem Wachstum verholfen, wie der kirgisische Präsident Almasbek Atambajew gegenüber dem russischen Tv-Sender „Mir“ sagte.

    „Warum hat der Drogenhandel zugenommen? Warum sind Drogenlieferungen aus Afghanistan in andere Länder gewachsen? Weil die Taliban mehr schlecht als recht gegen den Anbau von Mohn und Drogen gekämpft hat“, so Atambajew. „Nachdem aber an ihre Stelle die Koalition mit den USA an der Spitze gekommen sind, haben sie sich nicht mehr darum gekümmert.“

    Demnach seien die Anbauflächen von Schlafmohn seit dem auf ein Vielfaches angewachsen. Dafür könne man sich nun bei denjenigen „bedanken“, die beschlossen hätten, ihre eigenen Regeln nach Afghanistan zu bringen, so Atambajew weiter.

    Die US-Koalition mischte sich ein, betonte der Staatschef, aber für das Ergebnis müssten nun Kirgistan und andere Länder jetzt büßen. Demnach hoffe das kirgisische Staatsoberhaupt, dass dieses Resultat nicht absichtlich erreicht worden sei.

    Laut Medienberichten verläuft nun einer der größten Drogenhandelswege in der Welt durch die zentralasiatischen Republiken, einschließlich Kirgisistan. Auf dieser so genannten „Nordroute“ würde in Afghanistan hergestelltes Heroin und Haschisch nach Russland und andere GUS-Staaten sowie nach Europa geliefert. Jährlich verkehrten auf dieser Route aus Afghanistan bis zu 75 Tonnen harter Drogen, hieß es.

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    Tags:
    Heroin, Haschisch, Drogenhandel, OVKS, GUS, Almasbek Atambajew, Europa, Kirgistan, Afghanistan, USA, Russland