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    Beim Viertelfinale der Champions League zwischen dem britischen Fußballklub Leicester City und dem spanischen Atletico Madrid ist es zu heftigen Tumulten gekommen. Britische Fußballfans bewarfen spanische Polizisten mit Flaschen und Rauchbomben und hinterließen wahrlich einen Müllhaufen auf einem zentralen Platz von Madrid.

    Die britischen Medien haben den Vorfall zwar nicht ignoriert, jedoch ihre Meldungen so betitelt, dass die Rede kaum von Randalen war. „Leicester-Fans bei jüngsten Zusammenstößen mit Polizei in Madrid verletzt“ – hieß beispielsweise ein Artikel von BBC.

    In Wirklichkeit haben die Briten einen ordentlichen Krawall angerichtet. Die Ergebnisse sind im Stadtzentrum von Madrid bis heute zu sehen. Dabei hat die ganze Geschichte auch einen politischen Hintergrund. Und zwar ging es dabei um den Streit zwischen Großbritannien und Spanien um Gibraltar, welches formell London gehört, jedoch feste Beziehungen zu Spanien und der EU hat. Am Mittwoch waren von den britischen Gästen in diesem Zusammenhang Beleidigungen gegen die Spanier zu hören. „Spanische Bastards, Gibraltar gehört uns!“, schrien sie.

    Das provokatorische Benehmen der Leicester-Fans begann jedoch bereits auf dem Weg nach Madrid. Wie auf diesem Video zu sehen ist, bedienten sich die Briten in einer Zugbar, ohne für das Bier zu zahlen. „It´s fucking free“, singen sie dabei. Das „kostenlose“ ist aber nichts weiter als einfacher Diebstahl.

    ​Vor den Tumulten teilte die spanische Polizei via Twitter mit: „Alles ist bereit, um den Fußball zu genießen! Folgt den Regeln und vergesst nicht den gegenseitigen Respekt im Stadion und auch außerhalb.“

    ​Hier ein Video, auf dem das Benehmen der britischen Fans gut zu sehen ist.

    ​Und was mit betrunkenem Gesang begann, setzte sich mit Flaschen und Rauchbomben fort, die Richtung Polizei geworfen wurden.

     

    Leicester city in Madrid today #LCFC #Foxes #Leicester #Madrid

    Ein Beitrag geteilt von Awaydayscenes (@awaydayscenes) am 12. Apr 2017 um 9:22 Uhr

     

    Die Madrider Ordnungskräfte griffen hart durch gegen die Randalierer. Britische Medien berichteten, dass die Polizei angeblich friedliche Gäste aggressiv angegriffen habe. Doch anscheinend reagierten die Beamten so auf die Randale.

    ​Britische Medien, darunter auch BBC, hatten regelmäßig von aggressiven russischen Fans berichtet und somit angedeutet, dass es gefährlich sei, zur Fußball-WM 2018 nach Russland zu reisen.

    In einer BBC-Doku, die beispielsweise im Februar dieses Jahres ausgestrahlt worden war, waren russische Fans als Aggressoren dargestellt worden. Laut Medienberichten bereuten die Mitwirkenden inzwischen ihre Beteiligung an dem Film und behaupteten, dass ihre Worte verdreht worden seien. Der Sicherheitschef des russischen Fußballverbandes RFU, Wladimir Markin, witterte in der TV-Dokumentation Propaganda des Westens.

    Stunden vor der Ausstrahlung des Films hatte FIFA-Präsident Gianni Infantino erklärt, er sei „nicht besorgt über Ärger und Gewalt im Land“. Russland sei ein „gastfreundliches Land, das den Fußball feiert“.

    Im März hatten Spartak-Moskau-Fans während des Spiels mit Lokomotive Moskau ein Banner als Antwort auf die Reportage des englischen TV-Senders zu angeblichen russischen Hooligans aufgehängt. Auf dem Banner wurden Spartak-Moskau-Fans mit ihren rot-weißen Fan-Schals und einer alternativen Version der Abkürzung des Senders BBC – „Bla Bla Channel“ (tatsächlich „British Broadcasting Corporation“) abgebildet.

    Des Weiteren sollen die Fans von Spartak Moskau ein zweites Banner aufgehängt haben, auf welchem „echte“ russische Fußballfans abgebildet waren. Das Banner hatte die Aufschrift „Die Fans des großen Landes“ und den Hashtag „WelcomeToRussia-2018“.

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    Tags:
    Fußballfans, Fußball, Krawalle, Spanien, Großbritannien