02:47 19 Januar 2018
SNA Radio
    Nikab

    Wegen Verschleierung: Busfahrer lässt Schwangere stehen

    © AP Photo/ Frank Augstein
    Panorama
    Zum Kurzlink
    0 937

    Im ostfriesischen Emden hat ein Busfahrer einer verschleierten schwangeren Frau mehrfach die Mitnahme verweigert, berichtet „Focus“. Nun drohe dem Mann eine Geldbuße von bis zu 10.000 Euro. Gegen den Busfahrer sei ein Ordnungswidrigkeitsverfahren eingeleitet worden, erläuterte eine Polizeisprecherin.

     

    Die Frau soll aus religiösen Gründen einen schwarzen Schleier mit Sehschlitz, einen sogenannten Nikab, zu einem traditionell langen Kleid getragen haben.

    Laut Stadtsprecher Eduard Dinkela würden Fahrer und Busunternehmen angehört. Die Strafe für den Fahrer könnte eine Geldbuße von maximal 10.000 Euro bedeuten. Ob es dazu komme, sei aber noch unklar. Wie hoch die Strafe ausfalle, hänge unter anderem von der Verhältnismäßigkeit des Falls ab.

    Polizeiangaben zufolge hat der Mann der betroffenen Frau den Busfahrer angezeigt. Das private Busunternehmen hat laut seinem Geschäftsführer in einer Stellungnahme bereits ein Fehlverhalten eingeräumt. Demnach soll der Fahrer offenbar aus Unkenntnis gehandelt haben.

     

    Zum Thema:

    Sachsen will Verschleierung auf Landesebene verbieten
    Verschleierte Elitetruppen: Iran gründet Frauen-Spezialeinheit
    „Verschleierung fördert Integration“ - Oxford-Studie
    Deutschland: Verschleierung lehnen die meisten klar ab – Umfrage
    Tags:
    Bus, Verschleierung, Deutschland