23:19 20 Juni 2019
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    Flüchtlinge schauen einem Clown zu - Libyen

    Nach US-„Befreiung“ von Gaddafi: In Libyen blüht nun der Sklavenhandel

    © AP Photo/ Emilio Morenatti
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    Nach der Einmischung der USA in Libyen, die 2011 zum Sturz des damaligen Staatschefs Muammar Gaddafi geführt hatte, herrscht im Land Chaos. Ein wesentliches Problem des modernen Libyens ist beispielsweise der Menschenhandel, wie die britische Zeitung The Independent unter Berufung auf die Internationale Organisation für Migration (IOM) berichtet.

    Wie aus dem Artikel hervorgeht, werden westafrikanische Flüchtlinge offen auf Sklavenmärkten in Libyen gekauft und verkauft. Laut einem Bericht der IOM wurde der Menschenhandel dermaßen „normal“, dass er öffentlich wurde.

    „Die jüngsten Berichte über ‚Sklavenmärkte‘ für Flüchtlinge können einer langen Liste von Gräueltaten (in Libyen – Anm. d. Red.) hinzugefügt werden. Die Situation ist schrecklich. Je mehr die IOM sich in Libyen einsetzt, desto mehr erfahren wir, dass es ein Tal der Tränen für viel zu viele Flüchtlinge ist“, sagte Mohammed Abdiker, Leiter der Abteilung Operationen und Notfälle bei der IOM.

    Libyens Staatschef Muammar al-Gaddafi wurde am 20. Oktober 2011 von Rebellen ermordet, die von der Nato Unterstützung erhielten. Der damals im Land entstandene Bürgerkrieg wird praktisch bis heute geführt. Das Land befindet sich in einer schwierigen politischen und wirtschaftlichen Krise.  

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    Tags:
    Menschenhandel, Sklaverei, Sklaven, Libyen, USA