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    Warum russische Anti-U-Boot-Fliegerkräfte Japan „umgeben“

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    Am vergangenen Mittwoch hat JapanJagdflugzeuge der Luftstreitkräfte des Landes alarmiert, weil in der Nähe seiner Grenzen sechs russische Flugzeuge aufgetaucht sind. Warum Russlands Anti-U-Boot-Fliegerkräfte Japan „umgeben“, erklärt der Experte von RIA Novosti, Alexander Chrolenko.

    Zwei Langstreckenbomber Tu-95 und zwei U-Bootjäger Il-38 sind entlang der Küste des Landes seitens des Japanischen Meeres geflogen. Zwei weitere U-Bootjäger Tu-142 sind laut Chrolenko auf der anderen Seite von Japan, und zwar entlang der Pazifikküste, geflogen, ohne dabei den japanischen Luftraum zu verletzen.

    Laut der japanischen Nachrichtenagentur Kyodo war ein gleichzeitiges Umfliegen des Landes vom Westen und Osten durch russische Flugzeuge seit drei Jahren nicht mehr registriert worden. Das sei also eine außergewöhnliche Aktivität gewesen. Und das abgesehen davon, dass japanische Kampfjets allein im vorigen Jahr mehr als 1.000 Mal – meistens wegen chinesischer Flugzeuge – alarmiert worden waren. In 26 Prozent aller Fälle stiegen die Japaner auf, um russische Maschinen abzufangen, hieß es.

    Am vergangenen Donnerstag haben Medien zufolge Kampjets MiG-31 der russischen Pazifikflotte in der Stratosphäre eine Flügelrakete eines angenommenen Gegners abgefangen. Die großen U-Abwehrschiffe „Admiral Pantelejew“ und „Admiral Winogradow“ haben ebenfalls beim Training einen Luftangriff abgewehrt, hieß es. Gleichzeitig wurde in Russland eine motorisierte Schützenbrigade im östlichen Militärbezirk des Landes alarmiert.

    Laut Chrolenko sind die Aktivitäten der Streitkräfte im Osten des Landes sowie der Luftstreitkräfte der russischen Pazifikflotte im Japanischen Meer und der angrenzenden Meereszone nicht nur mit einer Abschlussüberprüfung der eigenen Streitkräfte verbunden. Das Japanische Meer sei eine so genannte interne Zone für Russland, Nordkorea, Südkorea und Japan. Deshalb beunruhigen Washingtons Drohungen gegen Pjöngjang auch die Nachbarn, so Chrolenko.

    Zuvor war berichtet worden, dass sich US-Präsident Donald Trump im April mehrmals erklärt habe, das Problem mit Nordkorea mit einer Trägerkampfgruppe und atomgetriebenen U-Booten zu lösen.

    Chrolenko zufolge will Moskau nun das amerikanische Versprechen, ein Problem mit einem abermaligen von den USA unerwünschten Regime zu lösen, nicht unberücksichtigt lassen. Denn es befinde sich schließlich in der Nähe von Wladiwostok. Von der Hauptbasis der russischen Pazifikflotte zur nordkoreanischen Grenze seien es nur 120 Kilometer, hieß es.

    Russland müsse nun auf die Gefahr eines großen militärischen Konflikts in unmittelbarer Nähe seines Territoriums, auf dem zwei Millionen Menschen leben, reagieren, so Chrolenko.

    Außerdem haben Russland und China das gemeinsame Ziel, eine absolute globale Führung der USA nicht zu zulassen, so der Experte weiter. Seinen Angaben nach haben die USA vor, bis zum Jahr 2020  etwa 60 Prozent ihrer Marine- und Luftwaffenressourcen in die Asien-Pazifik-Region zu verlegen. Es sei nicht ausgeschlossen, dass die militär-politische Achse Moskau – Peking gestärkt werde, hieß es.

    Russland und China führen seit 2003  gemeinsame militärische Übungen durch.

    Zuvor war berichtet worden, dass eine Gruppe von US-Kriegsschiffen mit dem atomgetriebenen Flugzeugträger Carl Vinson an der Spitze ins Japanische Meer zur Einschüchterung Pjöngjangs geschickt worden sei. Japanische und südkoreanische Medien spekulieren in den letzten Tagen über einen möglichen Schlag der Vereinigten Staaten gegen Nordkorea. Der Generalstab der Volksarmee Nordkoreas erwiderte darauf, dass Pjöngjang im Falle einer Provokation „einen präventiven Überraschungsschlag“ gegen Militärobjekte der USA unternehmen werde.

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    Tags:
    Angriff, Luftstreitkräfte, Japan, Südkorea, Nordkorea, USA, Russland