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16:38 19 September 2019
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    Militärparade anlässlich des 105. Geburtstags des verstorbenen Staatsgründers Kim Il-sung

    Wann Pjöngjang seine eigene Interkontinentalrakete entwickelt – Experte

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    Die nordkoreanische Rüstungsindustrie besitzt zurzeit ausreichendes Potential, um in den kommenden fünf bis sechs Jahren eine ballistische Interkontinentalrakete zu entwickeln, die die USA erreichen könnte. Diese Einschätzung traf der russische Militärexperte Konstantin Siwkow am Montag gegenüber der Agentur RIA Novosti.

    „Nordkoreas Raketenprogramm ist durchaus gut entwickelt – Pjöngjang besitzt bereits Raketen mit einer Reichweite von mehreren tausend Kilometern. Ich denke, dass der Bau einer vollwertigen ballistischen Interkontinentalrakete etwa fünf bis sechs Jahre in Anspruch nehmen wird“, so der Experte.

    Als Beispiel für Nordkoreas Fähigkeit, solche Entwicklungen vorzunehmen, nannte Siwkow das erfolgreich funktionierende Raumfahrtprogramm.

    „Wenn die nordkoreanische Seite dazu fähig ist, sogar ihre eigenen Satelliten in die Umlaufbahn zu bringen, so kann sie auch eine ballistische Interkontinentalrakete entwickeln. Es gibt gewisse Probleme, die durchaus lösbar sind“, sagte der Experte abschließend.

    Am 15. April hatte Nordkorea mit einer gigantischen Militärparade den 105. Geburtstag des verstorbenen Staatsgründers Kim Il-sung gefeiert, bei der neben der nordkoreanischen Staatsführung auch rund 200 ausländische Journalisten zugegen waren.

    Tausende Soldaten marschierten auf dem zentralen Platz der Hauptstadt Pjöngjang. Ihnen folgten Panzer und anderes Kriegsgerät, darunter vermutlich auch völlig neue Raketen aus Eigenproduktion.

    Seit 2006 hatte der UN-Sicherheitsrat sechs Resolutionen gegen Nordkorea verabschiedet, um es dazu zu zwingen, auf Nuklear- und Raketenentwicklungen zu verzichten. Die jüngsten davon – die Resolutionen 2270 und 2321 – wurden im Jahr 2016 gebilligt und verschärfen bedeutend die Sanktionen gegen Pjöngjang, darunter auch in den Bereichen Handel, Export von Bodenschätzen, Waffenimport und im Bankensektor. 

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    Tags:
    Entwicklung, Raketenstart, Experte, UN-Sicherheitsrat, Konstantin Siwkow, Nordkorea, Russland