13:37 21 November 2018
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    Türkischer Präsident Recep Tayyip Erdogan in Präsidentenpalast

    So viel kostete Erdogans Luxus-Palast

    © AFP 2018 / Adem Altan
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    Nach dem jüngsten Verfassungsreferendum in der Türkei haben britische Journalisten von der Zeitung „Daily Mail“ neue Details zum Amtssitz des türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan herausgefunden.

    Der „Erdogan-Palast“ in der türkischen Hauptstadt Ankara hat demnach 1100 Zimmer. Über 250 von ihnen (darunter zahlreiche SPA-Räume, Schwimmbäder und türkische Dampfbäder) verfügen der türkische Präsident und seine Familienmitglieder.

    Die Aksaray-Residenz ist laut dem Blatt der weltgrößte Palast, der in den letzten hundert Jahren gebaut wurde. Er soll 30 Mal, nach anderen Angaben 50 Mal, größer sein als das Weiße Haus in Washington, der Kreml in Moskau, das Schloss Versailles in Paris und der Buckingham-Palast in London.

    Die Baukosten beliefen sich nach Daily-Mail-Angaben auf etwa 500 Millionen Pfund (mehr als 600 Millionen US-Dollar). Im Palast gebe es außerdem viele Teppiche, die insgesamt auf circa neun Millionen US-Dollar geschätzt werden. Die 400 Doppeltüren mit einer Höhe von drei Metern kosteten laut der Zeitung allein 6,2 Millionen US-Dollar und eine Rolle Seidentapete etwa 2500 US-Dollar. Jeden Winter soll allein das Beheizen mehr als 600.000 US-Dollar nur schlucken.

    Der Palast wurde innerhalb von drei Jahren errichtet. Die Bauarbeiten begannen im Jahr 2011. Er wurde in einem Naturschutzgebiet gebaut: Dafür sollen Hunderte Bäume gefällt worden sein. 

    Als Erster hatte Papst Franziskus Ende November 2014 den Amtssitz des türkischen Präsidenten besucht. Später kam auch der russische Präsident Wladimir Putin zu Besuch.

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    Palast, Recep Tayyip Erdogan, Ankara, Türkei