21:41 19 Juni 2019
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    Situation in Syrien

    Bewaffnete Opposition greift Kurden in Nordsyrien an

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    Die Einheiten der sogenannten syrischen bewaffneten Opposition, die hauptsächlich aus Islamisten bestehen, haben die Positionen der Kurden im Norden des Landes angegriffen. Dies meldet die kurdische Agentur Firat am Dienstag.

    Laut der Agentur griffen die Islamisten die kurdischen Dörfer im Gebiet Shehba westlich von Aleppo mit Artillerie und Granatwerfern an. Bei der Gegenattacke sollen die Kurden Dutzende Islamisten verletzt haben.

    Um die Übernahme der Kontrolle über den Norden Syriens und die syrisch-türkische Grenze durch die Kurden nicht zuzulassen, starteten die arabisch-sunnitischen Einheiten der syrischen Opposition mit Unterstützung der türkischen Armee im August 2016 die Operation „Schutzschild Euphrat“. Sie nahmen die Städte Dschirabulus und al-Bab im Norden Syriens unter Kontrolle. Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan hatte damals erklärt, die Operation ziele darauf ab, eine Fläche von 5.000 Quadratkilometern von den Terroristen zu säubern und dort eine Sicherheitszone für die Unterbringung von Flüchtlingen einzurichten.

    Ende März hatte der türkische Außenminister Mevlüt Cavusoglu erklärt, die türkischen Truppen würden solange in Syrien bleiben, bis die einheimischen Kräfte die Situation unter ihre Kontrolle bringen. Laut Cavusoglu müssen die einheimischen Kräfte, die zum Schutz der Bevölkerung in den IS-freien Gebieten Syriens stationiert werden sollen, ausgebildet und bewaffnet werden. „Wir werden die Möglichkeit zur Verringerung des Truppenkontingents oder des vollständigen Truppenabzugs erst prüfen, wenn die einheimischen Kräfte die Situation vollständig unter ihrer Kontrolle haben“, so Cavusoglu.

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    Granatwerfer, Artillerie, Verletzte, Angriff, Opposition, Islamisten, Kurden, Syrien