14:42 27 Januar 2020
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    Die israelischen Behörden haben nicht vor, Verhandlungen mit den etwa 1.000 palästinensischen Sträflingen zu führen, die in den Hungerstreik getreten sind, meldet BBC News am Dienstag.

    Die Gruppe der Sträflinge im Hungerstreik wird von Marwan Barghouti angeführt. Er ist zu lebenslanger Haft wegen Mord an fünf Menschen verurteilt worden. Den Angaben von BBS News war er früher auch als potentieller Nachfolger des Präsidenten der Palästinensischen Autonomiebehörde, Mahmud Abbas, bekannt.

    „Barghouti hat revoltiert und die Teilnehmer des Hungerstreiks angeführt. Das ist ein schwerer Verstoß gegen die Gefängnisvorschriften. Wir haben keinen Grund für Verhandlungen. Das alles sind Terroristen und Mörder. Sie bekommen, was sie verdienen“, so der israelische Minister für innere Sicherheit, Gilad Erdan.

    Dem Portal zufolge haben Proteste zur Unterstützung des Hungerstreiks auch am Westufer des Jordans stattgefunden. Demnach glauben die Palästinenser, dass die Sträflinge politische Gefangene seien. In Israel habe man sie für Angriffe auf Bewohner des Landes und andere Verbrechen verurteilt. Einige der Gefangenen werden in Verwaltungshaft gehalten. Sie können bis zu sechs Monate in einer Zelle ohne irgendeine Beschuldigung gehalten werden, hieß es.

    Zuvor haben Medien berichtet, dass am 17. April die israelische Polizei Tränengas eingesetzt hatte, um die Palästinenser zu zerstreuen. Die Demonstranten unterstützten den Hungerstreik ihrer Bekannten in Gefängnissen und warfen Steine auf die Polizisten.

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    Tags:
    Hungerstreik, Sträflinge, Gilad Erdan, Israel