09:08 30 April 2017
Radio
    Eurovision 2017

    Kein Wort über Russland: Kiew stellt ESC-Benimmregeln auf

    © AFP 2017/ Sergei Supinsky
    Panorama
    Zum Kurzlink
    441547137

    Die ausländischen Gäste des Eurovision Song Contest 2017 in Kiew sollen keinen Abfall auf die Straße werfen und bei den Gesprächen mit den örtlichen Einwohnern das Thema der russisch-ukrainischen Beziehungen vermeiden. Diese Benimmregeln erarbeitete die Abgeordnete der Werchowna Rada (ukrainisches Parlament) Anna Romanowa.

    Eurovision in Kiew
    © AFP 2017/ Sergei SUPINSKY
    In der von Romanowa für die Ausländer verfassten Broschüre heißt es, dass die Ukrainer ein friedliches Volk seien, wobei es den Gästen trotzdem nicht geraten werde, mit den Einwohnern von Kiew über Politik, und hier vor allem über die Beziehungen zwischen Russland und der Ukraine zu sprechen. Romanowa erinnert zudem daran, dass die Ukrainer keine Russen seien, und sollten auch nicht als solche angesprochen werden.

    In der Broschüre wird es des Weiteren empfohlen, mit gutem Beispiel für die Ukrainer voranzugehen und keine Abfälle auf die Straße zu werfen, und nur offizielle Taxis zu bestellen.

    Auch das ukrainische Innenministerium bereitete einige Ratschläge für die ausländischen Gäste des Eurovision Song Contest vor. So wird es diesen empfohlen, stets Dokumente bei sich zu haben, mit Kreditkarten wegen der Gefahr von möglichem Betrug nur ganz vorsichtig umzugehen sowie keinen Alkohol auf der Straße zu sich zu nehmen. Im Falle der Gefahr eines Diebstahles sollten die ausländischen Gäste zudem „schreien und weglaufen“. 

    Zum Thema:

    Turbulenzen um ESC ebben nicht ab: Weiteres EBU-Verbot für Russland möglich
    Kiew plant Alkoholverbot für ESC 2017
    Kiews Doppelmoral: ESC-Kandidatin im Rollstuhl – nein, Kabarettistinnen - ja
    ESC-Umzug von Kiew nach Berlin? – EBU stoppt Spekulationen
    Tags:
    Taxi, Dokumente, Gespräche, Beziehungen, Benimmregeln, Ausländer, Eurovision Song Contest, Kiew
    GemeinschaftsstandardsDiskussion
    via Facebook kommentierenvia Sputnik kommentieren