03:34 05 Juni 2020
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    Im Schwarzen Meer ist nahe der sich im Bau befindlichen Brücke über die Straße von Kertsch in der Nacht auf Mittwoch der unter Flagge Panamas verkehrende Trockenfrachter „Geroi Arsenala“ gesunken, wie das Katastrophenschutzministerium der Krim mitteilt. Ein Seemann konnte gerettet werden.

    Der Vorfall ereignete sich demnach um etwa 02.40 Uhr MESZ während eines schweren Sturmes in 14 Kilometer Entfernung von der in Bau befindlichen Krim-Brücke.

    „Wegen starken Sturms ist der Trockenfrachter mit einer Wasserverdrängung von 3.500 Tonnen in der Mitte zerbrochen und gesunken“, heißt es in der Mitteilung des Pressedienstes der russischen Flussschifffahrtsbehörde Rosmorretschflot. Die12-köpfige Crew soll aus zwei Russen, darunter der Kapitän, neun Ukrainern und einem Georgier bestanden haben.

    „Zum gegenwärtigen Zeitpunkt ist ein Besatzungsmitglied – ein Ukrainer – gerettet worden. Die an der Such- und Rettungsoperation beteiligten Schiffe haben weitere Menschen im Meer gesichtet. Ihr Zustand ist ungewiss“, hieß es.

    Das Krisenzentrum der Katastrophenschutzbehörde der Krim hatte demnach am frühen Morgen ein  Notsignal von dem Schiff empfangen. „Daraufhin wurden sofort die sich in diesem Raum befindlichen Schiffe ‚Episkop‘, ‚Armada Nawigator‘, ‚Barnet‘, ‚Ajgas‘ und ‚Aelos‘ zu Bergung in das betreffende Meeresgebiet geschickt. Auch der Schlepper ‚Demidow‘ hat sich der Such- und Rettungsoperation angeschlossen“, meldete die Behörde.

    Die Crew soll sich zuletzt gemeldet haben, als sich das Schiff 14 Kilometer vor der Küste befand, das Meer ist dort etwa 100 Meter tief. Die Suche nach dem Frachter werde durch die Wetterbedingungen erschwert, der Seegang erreiche Stärke vier.

    Die unter der Flagge Panamas verkehrende „Geroi Arsenala“ sollte Getreide aus dem russischen Hafen Asow in die Türkei transportieren.

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    Tags:
    Geroi Arsenala, Russland, Schwarzes Meer