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    Ukrainische Ölarbeiter stehen Schlange für russische Pässe – Medien

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    Gas- und Ölarbeiter in der Westukraine müssen bei den russischen Konsulaten lange Schlangen auf sich nehmen, um russische Pässe zu bekommen. Dies berichtet das Portal „Politnawigator“ unter Berufung auf den Politik-Experten Rostislaw Ischenko. Sie haben Angst, in der Heimat bald arbeitslos zu werden.

    „In den 60er Jahren förderte man den größten Teil des sowjetischen Gases noch in der Ukraine. Dort befanden sich auch Universitäten, die die entsprechenden Spezialisten vorbereiteten“, so Ischenko. „Diese Menschen arbeiteten auch nach dem Zerfall der UdSSR in Tjumen (russische Stadt im Ural – Anm. d. Red.) im Schichtprinzip.“

    Nun fürchten sie dem Politologen zufolge, dass die ukrainische Regierung „morgen die Grenze dicht und sie arbeitslos machen kann“. Dabei gehe es um bis zu 100.000 bis 150.000 Migranten mit Familienangehörigen.

    Dem Experten zufolge emigrieren heute sogar mehr Menschen aus der Ukraine als nach der Revolution 1917 das Russische Reich verließen.

    „Damals wurde die Gesamtzahl von Auswanderern auf vier bis sechs Millionen geschätzt, während die Ukraine in den letzten drei Jahren etwa zehn Millionen Bürger verlor“, so Ischenko. Die meisten Ukrainer – etwa fünf Millionen – seien nach Russland umgezogen, die weiteren 1,5 Millionen – nach Polen. Die restlichen Emigranten sollen sich für andere Länder entschieden haben.

    Zuvor hatte man in der Grenzschutzbehörde der Ukraine erklärt, dass 2016 mehr als zehn Millionen Ukrainer nach Polen gereist waren. Die Behörde gab jedoch nicht bekannt, mit welchem Ziel diese Menschen das Land verließen – ob für einen Job oder als Touristen.

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    Tags:
    Emigranten, Grenze, Ölförderer, Arbeitslosigkeit, Angst, Schlange, Konsulat, Pässe, Ukraine, Russland