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    Doping-Skandal (158)
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    Die föderale biomedizinische Agentur des russischen Gesundheitsministeriums hat laut Agenturchef Wladimir Ujba Ersatz für Meldonium gefunden.

    Es handle sich nicht um ein, sondern um mehrere Medikamente. Sie seien von der Welt-Anti-Doping-Agentur Wada nicht verboten worden und mehrfach effektiver als Meldonium.

    „Da sie nicht verboten sind, brauchen wir Meldonium nicht mehr, das heißt, wir können das Meldonium vergessen“, so Ujba.

    Am 1. Januar 2016 hatte die Wada Meldonium auf die Dopingliste gesetzt. Im April lockerte sie allerdings ihre Forderungen und kündigte an, sie akzeptiere einen Meldonium-Gehalt von bis zu einem Mikrogramm pro Milliliter in Proben, die vor dem 1. März 2016 abgegeben wurden.

    Seit Anfang März wurden Dutzende russische Sportler positiv auf Meldonium getestet, darunter Tennis-Superstar Marija Scharapowa, die Schwimmerin Julia Jefimowa, die Eiskunstläuferin Jekaterina Bobrowa, der Schlittschuhläufer Pawel Kulischnikow und andere. Allerdings ließ man später die Anschuldigungen gegen viele von diesen Sportlern wieder fallen.

    Meldonium wurde in den 1970er Jahren in Lettland entwickelt. Der metabolische Modulator stimuliert den Sauerstoffwechsel, wodurch die Belastbarkeit erhöht und die Regenerierung nach übermäßigen Belastungen angeregt wird. Der weltweit einzige Hersteller dieses Präparats ist das lettische Unternehmen Grindeks.

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    Tags:
    Meldonium, Sportler, Sport, Doping, Medizin, Meldonium, Welt-Antidoping-Agentur (WADA), WADA, Russland